Wolkenkratzer, Parks und Kultur
Ganz Chicago ist eine Wolke - wenn man einen schlechten Tag erwischt und vom Sears Tower oder vom Hancock Observatory nur die andere Seite des Regens sieht. Wenn das Wetter stimmt, ist der Ausblick unvergleichlich, und die Riesenstadt liegt einem in ihrer ganzen Pracht zu Füßen: die vergoldete Spitze des Carbide and Carbon Building, die verspielten Ornamente am Wrigley Building, die Museumspaläste und Parks am Ufer des Lake Michigan.
Man sollte Chicago von oben gesehen haben, bevor man sich ins Getümmel stürzt, um den wahren Charakter dieser Stadt kennenzulernen. In den Zügen der „El“, im emsigen Treiben auf der State Street, auf den Plätzen vor den Hochhäusern und Banken, auf der Magnificent Mile nördlich des Chicago River, am Lake Shore Drive entlang dem Michigan-See, in Vororten wie Chinatown und Pilsen. Aus dem „Schweinemetzger für die Welt“ (Carl Sandburg) ist längst eine Vorzeigemetropole geworden - mit vielfältigem kulturellen Angebot, ausgefallener Architektur, schicken Einkaufsstraßen und Gourmetrestaurants.
In ein paar Tagen ist diese Stadt nicht zu schaffen. Deshalb sollte man erst gar nicht den Versuch machen, von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten zu hetzen. Selbst ein einziger Tag kann zum Erlebnis werden, wenn man sich auf einen Blick vom Hancock Observatory, die Mittagspause vor dem James R. Thompson Center, den Besuch des Museum of Science and Industry und einen gemütlichen Abend in einem Blues-Club beschränkt. Chicago mit allen Sinnen erleben, die Stadt sehen, hören, riechen und schmecken, am Ufer des Lake Michigan, unter der Hochbahn, am Hotdog-Stand, auf dem Navy Pier.
Achtung: Seit 9/11 sind öffentliche Gebäude wie das Board of Trade oder das Thompson Center gar nicht mehr oder nur schwer zugänglich.
Etwas Zeit sollte man für die Museen der Stadt mitbringen, nicht nur für die großen Drei: das Museum of Science and Industry, das Field Museum of Natural History und das Art Institute of Chicago. „Interaktiv“ heißt das Zauberwort. Aus dem „Hands up“ (Hände hoch) der Gangster-Ära wurde ein „Hands On“ (Hände drauf). In den Museen von Chicago darf man (fast) alles anfassen und wird auf spielerische Weise an die Geheimnisse von Wissenschaft und Technik herangeführt. Ein Paradies vor allem für Kinder, die hier nicht nur geduldet, sondern erwünscht sind.
Führungen durch die Stadt
Auch in Chicago gibt es 08/15-Führungen mit Bussen und Limousinen. Wesentlich interessanter aber ist z.B. das Programm der Chicago Architecture Foundation mit einer Vielzahl von fachkundigen Führungen zu den architektonischen Schätzen der Stadt.
Untouchable Tours
Auf den Spuren legendärer Gangster wie Al Capone werden Sie durch Chicago und zu den Hochburgen der wilden 1930er-Jahre geführt. Die guides fahren als Gangster verkleidet im Bus mit und erklären historische Schauplätze wie den O'Bannion's Flower Shop, in dessen Garage das berüchtigte St. Valentine's Day Massacre stattfand. Eine der unterhaltsamsten Sightseeing-Touren. 10924 S. Prospect Ave. die Touren beginnen vor dem Rock 'n' Roll McDonald's an der Ecke Clark/Ohio St. Mo-Mi 10, Do 10 u. 13 Uhr, Fr 10, 13 u. 19.30, Sa 10, 13, 15 u. 17, So 11 u. 13 Uhr Tickets 27 Dollar U-Bahn/El Red Line bis Grand/State