China liegt in Asien. Es ist das bevölkerungsreichste Land der Welt. Angrenzende Länder sind im Süden Afghanistan, Pakistan, Indien, Nepal, Bhutan, Myanmar, Laos und Vietnam, im Westen Tadschikistan, Kasachstan und Kirgisistan, im Nordosten und Nordwesten Russland, im Norden die Mongolei und im Nordosten Nordkorea.
Geschichte
Die chinesische Geschichte ist die längste der Welt und reicht 4000 Jahre zurück. Wärend die ersten Dynastien Xia und Shang noch mit teilweisen gottgleichen Fantasiekaisern aufwarten kommen später bei den westlichen Zhou und den östlichen Zhou erste Warlords auf, welche kleinere Reiche regieren. Eine erste Einigung und ein chinesisches Reich gelang in der Zeit der streitenden Reiche Qin Shi Huang Di. Er vereinte mit harter militärischer Macht das Reich der Han 230 v.Chr., der Zhao 228 v.Chr., der Wei 225 v.Chr., der Chu 223 v.Chr., der Yan 222 v.Chr. und der Qi 221 v.Chr. mit seinem eigenem Reich und schuf so 221 v. Chr die Qin Dynastie. Er baute die erste Großen Maue,förderte Palast- und Straßenbau, vereinigte Maße, Währung und Schriftzeichen. Durch seine Suche nach Unsterblichkeit wurden Korea und Japan besiedelt und die chinesische Kulturin diese Länder gebracht. Seine Grabanlage mit seiner rießigen Terrakottaarmee kann man heute in Xian besichtigen.
Nach der Qin Dynastie kamen verschiedene Dynastien, welche meist kriegerisch waren wie die östliche und westliche Han Dynastie, die Jin Dynastie die Wei, Qi und Sui Dynastie. Die Blütezeit Chinas kam mit der Tang Dynastie (618-907) mit 22 Kaisern. China dehnte sich in dieser Zeit politisch bis nach Korea, Vietnam und Ostasien aus, das System der Tang Dynastie gilt als Vorlage für die Dynastien in Japan und Korea. Durch ökonomische Probleme entstand durch einen general der Tang Dynastie die Song Dynastie mit der nördlichen Song mit 9 Kaisern und der südlichen Song mit 9 Kaisern (960-1126-1279).
Die sich nach der Song Dynastie anschliesende Yuan Dynastie(1271-1368) mit 15 Kaisern ist dem durschnitlich gebildeten Deutschen am vertrautesten. Der Name Dschingis Khan ist jedem ein Begriff und eben dieser ist der Gründer der Yuan Dynastie. Die Ming Dynastie(1368-1644) mit 17 Kaisern verbesserte die Stellung China enorm. Es gab einen großen Handel und es wurde Seefahrt betriebn. Auch wurde die Große Mauer weiter gebaut um sich gegen die nördlichen Stämme zu schützen. Erst die letzten Ming Kaiser ruinierten das Land und durch den Unmut der ausgesperrten nördlichen Stämme kamm die aus der Mandschurei stammende Qing-Dynastie (1644-1911) mit 10 Kaisern an die Macht.
Während der Qing Dynastie wurde China nach außen isoliert. Durch die Isolation kamm es zu Zwangsöffnungen durch die Westmächte um Handel betreiben zu können. Das Hauptprodukt war damals Opium aus Indien. 1839-1842 kam es somit zum ersten Opium Krieg. Beim Versuch sich vom Opium zu befreien unterlag China und musste 5 Häfen abtreten. Hong Kong viel an England. Der zweite Opium Krieg 1856-1860. Auch hier unterlag die Qing Dynastie und die vier allierten Mächte (Frankreich, USA, Russland, England) zerstörten aus Rache Peking, die Spuren sind noch heute im alten Sommerpalast, Yuánmíng Yuán, sichtbar. Die Qing Dynastiewar bereits am Ende. Durch Koruption und der verschwendungssucht der Dowager Kaiserin Cixi, welche anstelle des Kaisers herrschte und z.B. den Sommerpalast neu bauen lies, war das Land am Ende. Der Hass richtet sich denoch gegen die ausländischen Teufel. Im Boxer Aufstand (1899-1901)rebellierten bauern gegen die Ausländer. Diesmal kämpften die acht Allierten bestehend aus Japan, England, Russland, Frankreich, USA, Italien, ,Österreich und Deutschland gegen China und schlugen den Aufstand nieder. Dabei zerstörten und plünderten sie abermals Peking und große Tempelanlagen. Peking war mehrere Tage zur Plünderung freigegeben, daher befinden sich wichtige Kulturgüter nicht mehr in China. Ein wichtiger Ausspruch Kaiser Wilhelms zu dieser Zeit war:
„Kommt ihr vor den Feind, so wird er geschlagen. Pardon wird nicht gegeben, Gefangene nicht gemacht. Wer euch in die Hände fällt, sei in eurer Hand. Wie vor tausend Jahren die Hunnen unter ihrem König Etzel sich einen Namen gemacht, der sie noch jetzt in der Überlieferung gewaltig erscheinen lässt, so möge der Name Deutschlands in China in einer solchen Weise bekannt werden, dass niemals wieder ein Chinese es wagt, etwa einen Deutschen auch nur scheel anzusehen!
Damit war die Qing Dynastie entgültig am Boden und einer der wichtigsten Personen Chinas hatte die Möglichkeiten seine Reformen umzusetzen. Dr. Sun Yat Sen stürtzte die Qing Dynastie und errichtete die chinesische Republik. (Sun Yat Sen ist der chinesische Held. Zum geburtstag von China am 1.10. wird nicht das Bild von Mao gezeigt sondern das von Sun Yat Sen. In taiwan wird die Zeitrechnung nach der ersten Revolution von Sun Yat Sen berechnet (Das Jahr 2011 ist in taiwan das Jahr 100.) und er gilt als Vater der Republik. Am 1.1.1912 wurde er provisorischer Präsident der Republik China und Nanjing wurde die Hauptstadt der Republik China. Da sich viele kleine Warlord bildeten die verschiedene Teile Chinas unter Kontrolle hatten musster er am 14.2.1912 die vorläufige Präsidentschaft an den ehemaligen kaiserlichen Marschall Yuan Shikai abgeben. Erst durch die Gründung der Koumintang war es möglich das Sun Yat Sen im Mai 1921 Präsident wurde. nach dem Tod übernahm Chiang Kai-shek die Präsidentschaft.
Beim Mukden-Zwischenfall in Shenyang am 18.9.1931 besetzte Japan die Madschurei und stationierte die berüchtigt Black Sun Einheit 731 in China, welche abscheuliche Experimente an der Zivilbevölkerung durchführte. Der Zwischenfall an der Marco-Polo-Brücke am 7.7.1937 wurde schließlich von Japan als Anlass für eine Krieg gegen China gesehen.
Der Chinesischer - Japanischer Befreiungskrieg (1937-1945) wurde durch unausprechliche kriegsverbrechen der Japaner bekannt. Beim Nanking Massaker am 13. 12. 1937 wurden 300000 Chinesen ermordet und 20000 Frauen vergewaltigt. Im Befreiungskrieg kämpften die Koumintang und die kommunisten gegen die Japaner und gegeneinander. Zu dieser Zeit machte ein damals unbekannter namens Mao Zedong seinen großen Marsch, bei denen Tausende ums Leben kamen. Anstelle mit der Hauptmacht der Kommunisten gegen die Japaner zu kämpfen zog Mao die Flucht vor, verfolgt durch die Koumingtang. Durch die Niederlage Japans im zweiten Weltkrieg endete auch der Chinesisch Japnische Krieg. Nach Ende des Kriegs sammelte Mao seine Truppen und schlug die schwer angeschlagenen Kumingtang, welche sich nach taiwan zurückzogen und die Rpublik China gründeten.
Am 1.10.1949 wurde die Volksrepublik China durch Mao Zedong ausgerufen. Die Kulturrevolution(1966-1976), bei welcher Zwangsarbeit auf dem land angeordnet wurden und jegliche Religion und Kultur als Feindbild zerstört wurde, war China in die Steinzeit zurück. Verantwortlich für die Kulturrevolution wurde die Viererbande gemacht, welche aus der Wittwe maos und 3 hochrangingen Funktionären bestand.
Mit der Reformpolitik Deng Xiao Pings wurde seit 1978/79)das China erschaffen, was wir heute kennen.
Kultur
China hat eine sehr alte Kultur, welche durch verschiedene Einflüsse geprägt ist. Der Haupteinfluss sind die diversen Volksgruppen. In China leben 56 anerkannte ethnische Gruppen, 93% der Bevölkerung gehören zu den Han Chinesen, jede mit einer eigenen Sprache, Kleidung, Sitten, Bräuche und Lebensweise. Einige wichtige Volksgruppen sind z.B. die Mandschu, Mongolen, Ewenken, Uiguren, Zhuang, Miao, Yi, Dong, Yao, Bai, Hani, Naxi, Tujia und die Tibeter. Die Lebensweise der Volksgrupen beeinflusst die Religion und das Leben. Dieses erkennt man sehr leicht wenn man einen tibetischen buddhistischen Tempel betritt und einen mongolischen. Obwohl es die gleiche Religion ist, ist deren Auslegung sehr unterschiedlich. Die wichtigsten und bekanntesten tratitionellen chinesischen Kulturen sind die chinessiche Esskunst mit ihren vier großen Regionalküchen, die chinesische Kalligraphie, die chinesische Malerei, die chinesische Seidenstickerei, die Erdfiguren, die volkstümlichen Drucke und die chinesischen Scherenschnitte.