Feurige Partys schmelzen das Eis
Europäer denken bei Kanada sofort an unendliche Weite und Wildnis. Für Einwohner der USA hingegen ist es vor allem verlockend, ihrem nördlichen Nachbarn einen Besuch für erstklassige Unterhaltung zu erstatten. Montreal, die an Geschichte reiche Hauptstadt der Provinz Quebec, hat sich während der Prohibition der 20er Jahre in den USA den Ruf für dekadente Unterhaltung erworben, während des Vietnam Krieges kamen vor allem Deserteure aus den USA und belebten die kanadische Sub-Kultur. Die Bars sind bis spät in die Nacht geöffnet, die Restaurants erstklassig, und es macht Spaß, sein kontinentales Schulfranzösisch mit den überaus freundlichen und lebendigen Einheimischen aufzufrischen. In der Musik- und Unterhaltungsszene stechen die unzähligen bekannten Bands (z.B. Arcade Fire) und das Just for Laughs Festival heraus, bei dem Komiker-Stars wie Jon Stewart und John Cleese auftreten. Nicht fehlen darf auch ein Bummel durch das lateinamerikanische Viertel, das Quartier Latin, fehlen, mit seiner europäischen Architektur und einzigartigen Straßenkünstlern. Vancouver in British Columbia hingegen bietet ein etwas rustikaleres Reiseziel. Naturliebhaber genießen die Nähe zu den Stränden des nordwestlichen Pazifiks und den Skigebieten des North Shore Gebirges, aber die Krönung ist das ökologische Naturwunder des Stanley Parks, eine vier Quadratkilometer große grüne Oase mitten in der Stadt. Dieser zu den weitläufigsten Stadtparks Nordamerikas zählende Ort bietet auch einen wunderbaren Einblick in die kanadische Wildnis, ein kleiner Einblick darin, was sich auf einer Reise zwischen Vancouver und Montreal in großen Zügen genießen lässt.

