Vom romantischen Fischerhafen bis zu königlichen Suiten bieten die beiden Stadtteile Ponte und Porto fast alles
Nach der Überfahrt von Neapel durch den Golf - vorbei an der Landspitze von Capo Miseno und der Insel Procida - gleitet die Fähre auf Ischia Porto zu und kommt kurz vor den niedrigen, weiß-grau-rosa Häuserzeilen zum Stillstand, die das runde Hafenbecken säumen.
Kaum zu glauben, aber bis 1854 war das hier ein flacher See, bis ihn der neapolitanische Bourbonenkönig Ferdinand II. zu einem Hafen ausbaggern ließ. Über dem Hafenbecken leuchtet purpurrot die einstige königliche Residenz, heute eine Thermalanstalt für italienische Militärs. Es herrscht lebhaftes Treiben auf den Piers, Feriengäste kommen an, andere reisen ab, Reiseleiter sammeln unter hochgehaltenen Schildern ihre Kunden ein, die Fahrer der inseltypischen, höllisch lauten Dreiradtaxen (microtaxi) bieten ihre Dienste an, ortskundige Urlauber steuern auf den Platz mit den öffentlichen Bussen zu. Diese Busse sind Gold wert, mit ihnen gelangt man fast in jeden Winkel der Insel.
Die Inselhauptstadt Ischia setzt sich aus zwei Ortsteilen zusammen, man kommt im neueren Teil, Ischia Porto (Ischia Hafen) an. Am Abend wird man an das Hafenbecken zurückkehren, an die Via del Porto mit den pittoresken Fischerhäusern und den vor Anker liegenden Yachten. Unterm Sternenhimmel verwandelt sie sich in die Ausgehmeile der Insel, verheißungsvoll „Rive Droite“ genannt, mit Angeboten für jeden Geschmack: Restaurants und Tavernen, in denen man neapolitanische Schmachtlieder für das reifere Publikum spielt, Straßencafés und Musikkneipen für die Jüngeren.
Der Bummel durch den Ortskern führt über die verkehrsberuhigte Achse Via Roma/Corso Vittoria Colonna, und man merkt schnell, welcher Wind hier weht: Eine schicke Boutique reiht sich an die andere, urbane Edelmarken wechseln sich ab mit jungen Trendlabeln oder Ausgeflipptem an der Piazzetta dei Pini.
Die Achse führt hinein in die malerische Altstadt von Ischia Ponte (Ischia Brücke). Die charmante Fischersiedlung am Meer, verwitterte Häuser in verwinkelten Gassen und von der Zeit angenagte herrschaftliche Palazzi in der zentralen Via Luigi Mazzella führen uns in das 18. Jh. zurück.
Die Gemeinde Ischia beherbergt jede Menge Thermalanlagen, verfügt über Strände und einige besonders schöne Hotels....



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