Die heutige Hauptstadt der Provinz Hatay gehört neben Istanbul zu den ältesten ohne Unterbrechung bewohnten Städten der Türkei.
Das von einem der Feldherrn Alexanders des Großen wenige Jahre nach dem Sieg bei Issos 333 v. Chr. gegründete Antiocheia oder Antiochos war im 2. Jh. v. Chr. um ein Vielfaches größer als heute. Eine halbe Million Menschen lebten damals in der Stadt, die für ihren Reichtum berühmt war. 60 v. Chr. von den Römern erobert, wurde Antiocheia nach Rom und Alexandria die drittgrößte Stadt des Imperiums.
Die Stadt war aber nicht nur das römische Zentrum im östlichen Mittelmeer, sondern auch das erste Zentrum des Christentums nach Jerusalem. Hier soll Petrus in einer Grotte die erste christliche Gemeinde gegründet haben, und unter der Führung des Apostels Paulus gedieh die größte christliche Gemeinde ihrer Zeit.
Mehrere Erdbeben, das letzte 526 n. Chr., zerstörten die antike Stadt völlig. Um 1100 gründeten die Kreuzfahrer in Antiocheia ein eigenes Königreich, das knapp 200 Jahre Bestand hatte. Nach dem Ersten Weltkrieg gehörte Antakya zum französischen Protektorat Syrien und kam erst 1936 per Volksabstimmung zur Türkei.
Heute ist Antakya (160000 Ew.) eine der reichsten Städte der Türkei. Das multikulturelle Leben macht sich auf den ersten Blick kaum bemerkbar, aber hier leben Muslime. Christen und Juden friedlich zusammen. Die verwinkelte orientalische Altstadt von Antakya gehört zu den schönsten osmanischen Stadtkernen der Türkei. Verwinkelte Gassen rund um den Uzun Çarşı, den langen Basar, machen einen Spaziergang zum Erlebnis.
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