Kópavogur (dt. "Kleine Bucht des Seehundjungen") ist mit 27.536 Einwohnern (Dezember 2006) die zweitgrößte Stadt in Island. Sie liegt im südwestlichen Teil des Landes, im Ballungsraum des Hauptstadtgebietes zwischen Reykjavík und Garðabær.
Während des dänischen Handelsmonopols von 1602-1787 wurde 1622 hier das Dokument unterzeichnet, das Dänemark die völlige Oberhoheit über Island garantierte.
Noch in den 1930er Jahren des 20. Jahrhunderts war der Ort kaum bewohnt, bis zur Nutzung als Baugrund für Feriendomizile der Reykjavíker Bevölkerung. Die durch die zunehmende Landflucht der Bewohner abgelegener Regionen des Landes einsetzende Ansiedelung im heute fast zusammengewachsenen Hauptstadtgebiet führte zu einem enormen Bevölkerungswachstum der Gegend um Kópavogur.
Die Stadt verfügt über ein vielfältiges kulturelles Angebot, so zum Beispiel Einrichtungen wie die umfangreiche Kunstsammlung des 1994 eröffneten Museums Gerðarsafn, hauptsächlich mit Werken isländischer Künstler, wie der Bildhauerin Gerður Helgadóttir. Die Fenster der neben der Galerie befindlichen markanten, 1963 geweihten Kópavogskirkja stammen ebenso von der Künstlerin. Von Interesse ist auch das Naturhistorische Museum (Náttúrufræðistofa Kópavogs) mit dessen Abteilungen zur Zoologie und Geologie des Landes.
In Kópavogur befindet sich auch das größte Einkaufszentrum Islands, das Smáralind, auf dessen Gelände sich das zweithöchste Bauwerk und höchste Gebäude Islands, der im Bau befindliche Smáratorg-Turm, befindet. (...)
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