Die Gemeinde Grundarfjörður (isl. Grundarfjarðarbær) liegt im Westen Islands in der Region Vesturland und zählt 954 Einwohner (2006). Davon leben 875 Personen (2006) im gleichnamigen Hauptort an der Nordküste der Halbinsel Snæfellsnes. Der frühere Name der Gemeinde war Eyrarsveit.
Grundarfjörður ist einer der wenigen Orte außerhalb der Hauptstadtregion um Reykjavík, dessen Einwohnerzahl noch zu- statt abnimmt. Das liegt hauptsächlich an den guten Verdienstmöglichkeiten, denn Grundarfjörður verfügt über bedeutende Einnahmen aus dem Fischfang, was man auch an den teilweise recht ausgefallenen und interessanten Häusern sehen kann. Vor allem widmet man sich hier Fang und Verarbeitung von Kammmuscheln und Garnelen. Der Ort verfügt auch über einen sehr guten Hafen, in dem inzwischen auch Kreuzfahrtschiffe stoppen.
Schon 1786 wurde dem Ort das Handelsrecht zugesprochen.
Um 1800 hatten sich für eine Zeit lang Handel treibende Franzosen in Grundarfjörður niedergelassen, die sogar eine eigene Kirche und ein eigenes Krankenhaus errichteten sowie einen eigenen Friedhof anlegten. Sie hatten ca. 20 Fischerboote und verarbeiteten Kabeljau zu Klippfisch. Im Jahre 1860 brachen sie die Siedlung jedoch ab und nahmen alles mit in die Heimat, auch ihre Toten. Seit 2002 existiert allerdings im Andenken an diese Vergangenheit eine Städtepartnerschaft mit Paimpol in der Bretagne. (...)
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