Die knapp 50 km südlich von Madrid am Río Tajo gelegene Stadt (45000 Ew.) gehörte zu den Auserwählten des spanischen Königshauses.
Hier ließ sich Philipp II. ab 1560 einen Prachtpalast errichten. Zwei Großbrände und zwei Jahrhunderte später beauftragte Karl III. seinen Hausarchitekten Francesco Sabatini mit dem Ausbau dieses Palacio Real (April-Sept. Di-So 10 bis 18.15, Okt.-März 10-17.15 Uhr Plaza de Parejas), der wichtigsten Sehenswürdigkeit in Aranjuez. In der Außenansicht beeindrucken die weit ausladenden Flügel, bei der Innendekoration herrscht der barocke Zeitgeschmack vor.
Ebenfalls lohnend ist ein Streifzug durch den benachbarten Jardín de la Isla mit seinen verspielten Brunnen. Größeren Raum - rund 150 ha - nimmt der Anfang des 19. Jhs. angelegte Jardín del Príncipe ein. Hier sind viele Baumarten, weitere Brunnen, Pavillons und der neoklassizistische Herrensitz Real Casa del Labrador zu sehen. Die Gartenanlagen breiten sich bis an die Ufer des Tajo aus und sind in der Regel täglich zugänglich (Sommer 8-20.30, sonst 8 bis 18.30 Uhr). In der nahen Altstadt spielt sich das Leben im Bereich um Rathaus, Theater und Markt ab.
Zwischen Madrid (Atocha-Bahnhof) und Aranjuez verkehrt an den meisten Wochenenden im April, Mai und Juni der Tren de la Fresa (Infos unter http://www.museodelferrocarril.org/tren_fresa), der „Erdbeerzug“. Um die Erdbeerverkostung an Bord kümmert sich Personal in historischen Trachten.
Stilvolle Unterkunft bietet das Hotel El Cocherón 1919 (18 Zi. Montesinos 22 €€), ein Altstadthaus mit eleganter Dekoration bis ins letzte Detail. Für vorzügliche Küche ist die Casa Pablo (tgl. Almíbar 42 €€€) bekannt, einfacher geht es im Café Tapitas Capitán 41 €) zu. Auskunft: Plaza San Antonio 9
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