Spaniens höchstgelegene und im Winter auch kälteste Stadt (50000 Ew.) thront auf 1130 m Höhe und setzt sich mit den gigantischen Stadtmauern Las Murallas selbst die Krone auf.
Ávilas Ringwall verläuft über eine Länge von 2,5 km, ist durchschnittlich 12 m hoch und 3 m dick, durchsetzt von neun Toren und Dutzenden Türmen. Weithin sichtbar kündigt sich Ávila mit diesem einzigartigen Rückgrat aus Mauerwirbeln an, dessen Bau Ende des 11. Jhs. einsetzte. Die Mauern umhüllen nach wie vor einen großen Teil der verwinkelten Altstadt und stehen auf der Unesco-Liste des Welterbes. An drei Toren ist der Aufstieg (Sommer tgl., sonst Di bis So) auf die Mauern möglich: an der Puerta de Alcázar, der Puerta de las Carnicerías und der Puerta del Carmen.
Für zusätzliche Bekanntheit sorgt die 1622 hl. Teresa de Ávila (1515 bis 1582), die Schutzpatronin Spaniens. Als junge Frau trat sie in den Karmeliterorden ein, lebte in strenger Buße, wurde von Visionen geleitet und trieb die Reform des Ordens und die Gründung neuer Frauenklöster voran. Der Geist Teresas begleitet Besucher bis hin zur Stelle ihres Geburtshauses; begraben ist sie allerdings nahe Salamanca in Alba de Tormes.
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