Die „Schweiz Alaskas“ nennt sich Valdez (4000 Ew.) gerne, und der Vergleich ist nicht so abwegig.
Zwar liegt das Städtchen am Meer und ist das Tor zum Prince William Sound, aber die Berge und Gletscher ringsum lassen keine alpinen Träume unerfüllt. Gegründet wurde Valdez Ende des 19. Jhs. als Hafen, von dem aus die Goldgräber ins Landesinnere aufbrachen. Vom alten Valdez ist allerdings nichts mehr übrig - eine Flutwelle des Erdbebens von 1964 zerstörte es völlig.
Das Leben spielt sich vor allem um den Small Boat Harbor ab: Restaurants und Shops säumen den North Harbor Drive, davor legen die Sightseeingboote ab. Gegenüber, auf der Ostseite des Valdez Fjord, kann man die großen Tanks des Ölterminals sehen, den Endpunkt der Alyeska Pipeline (aus Sicherheitsgründen keine Führungen).
Das Öl hat Valdez aber auch traurige Berühmtheit beschert: 1989 rammte der Supertanker „Exxon Valdez“ ein Riff am Eingang zum Hafen der Stadt. 42 Mio. l Öl strömten in den Golf von Alaska und verseuchten über 2000 km Küste bis hinunter nach Kodiak Island. Hundertausende Meerestiere und Seevögel mussten sterben. Mittlerweile ist vom Öl - zumindest oberflächlich - nichts mehr zu sehen. Seeotter spielen in der Bucht, und am Ortseingang laichen im August sogar wieder die Silberlachse in Massen.
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