Der grosse See zwischen Deutschland, Oesterreich und der Schweiz
Wem gehört der Bodensee? Den Anrainerstaaten, das ist klar. Doch wo genau die Staatsgrenzen verlaufen, ist bis heute ungeklärt. Deutschland, Österreich und die Schweiz sind sich nicht einig, ob der See internationales Gewässer ist oder ob die Grenze in der Seemitte verläuft, womit das Recht des jeweiligen Staates bis genau zu dieser Linie gelten würde. Die Österreicher haben zur bestehenden Verwirrung noch eine dritte Theorie beigesteuert, die besagt, dass der See bis zum Ende der jeweiligen Flachwasserzone zum entsprechenden Uferstaat gehört, die tiefe Seemitte jedoch allen gemeinsam. Trotz ungeklärter Rechtsverhältnisse lebt man am Bodensee mit dem Durcheinander problemlos. Nachdem die Schifffahrt sich erfolgreich dagegen gewehrt hat, auf die Gewinne aus der Bewirtung auf dem See Mehrwertsteuer zu bezahlen, ist das größte Problem sowieso gelöst. Denn wie käme man dazu, jemandem Steuern zu zahlen, dem der See gar nicht gehört. Noch dazu, wo Verträge aus dem 19. Jh. Steuerfreiheit zusichern.
Für Zugereiste herrscht am See eine geradezu babylonische Sprachverwirrung: Die Badener reden Alemannisch, die Württemberger Schwäbisch, am österreichischen Seeufer spricht man anders gefärbt als in Wien oder Salzburg, und in der Schweiz spricht man eben Schwyzerdütsch, das wohlgemerkt hier ganz anders klingt als in Basel oder Bern. Und wenn Sie genau hinhören, merken Sie, dass sich die Mundart sogar im Dorf ein paar Kilometer weiter schon wieder ein wenig anders anhört.
Mit der Bodensee-Erlebniskarte stehen einem die Türen von etwa 190 Attraktionen und Sehenswürdigkeiten am See offen - ohne noch einmal zu zahlen. Die Karte ist eine der besten und erfolgreichsten Tourismusideen der vergangenen Jahre. Denn bei den Urlaubern stieg der Frust, bei Ausflügen täglich mehrfach hohen Eintritt zahlen zu müssen. Mit der Erlebniskarte zahlen sie nur noch einmal, und nach ein paar Ausflügen hat sich die Karte gerechnet.














