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Foto von holzi22
Das nördlich von Sesfontein gelegene, 50 000 km² große Gebiet hat von allen Landschaften etwas: den Kunene-Fluss im Norden, das Damara-Land im Süden, die Namib-Wüste im Westen. Ovamboland begrenzt die Region im Osten. Die Frauen tragen Lendenschurze. Ihre Körper sind mit einer rostroten Paste bestrichen und mit prächtigen Schmuckutensilien behangen. Ihre Haare haben sie geflochten wie die Männer, die traditionell Ziegenfelle tragen. Die Ovahimba stecken noch fest in den Gebräuchen ihrer Vorfahren, doch das Naturvolk kämpft, zerrissen zwischen Tradition und dem Hereindrängen des Fortschritts, um sein Überleben. Der Anblick der allmählich an den Folgen des Alkoholismus und den Folgekrankheiten von Prostitution - Aids, Hepatitis, Syphilis - dahinsterbenden Himba erweckt Mitleid.
Die Anreise mit dem Flugzeug im Rahmen einer Fly-in-Safari ist weniger anstrengend und zeitaufwändig als die Fahrt mit dem Jeep, die von Khorixas aus über die Piste C 39 führt. Von dort zweigt rechts die Piste 2620 ab, auf der Sie die Palmwag Lodge, Tel. 064/40 44 59, Fax 40 46 64, www.palmwag.com.na, €€, im Unjab-Rivier erreichen.
Weiter auf der C 43 und Richtung Sesfontein, passiert man die Khowarib-Schlucht. Hier ist ein weiteres NACOBTA-Projekt angesiedelt: das Anmire Traditional Village, eine traditionell-moderne Damara-Siedlung, April-Nov. Mo bis Fr 9-16, Sa/So 9-13 Uhr.
Warmquelle ist die nächste Siedlung, und sie ist, was das Gesamtbild angeht, geradezu kosmopolitisch. Leben hier doch züchtig verhüllte Herero neben leicht bekleideten Himba. Neben der warmen Quelle am Ortsausgang befindet sich der wunderschön gelegene und sehr saubere Campingplatz.
Nur noch 20 km sind es jetzt bis nach Sesfontein im Tal des Hoanib. Der Ort erhielt seinen Namen von den sechs Quellen, um die wilde Feigenbäume stehen, und war in deutscher Kolonialzeit nordwestlichster Vorposten. Die alte Feste, 1896 errichtet, wurde umgebaut zum Fort Sesfontein, 13 Zi., Tel. 065/27 55 34, Fax 27 55 33, fort6fontein@natron.net, €€.
Antilopen, Giraffen, Hyänen und Wüstenfüchse sind die Begleiter bei der Weiterfahrt. Die Landschaft ist markiert von Granitgebirgen und tiefen Rivieren, ausgetrockneten Flussbetten, in denen nur in der Regenzeit Wasser fließt. Opuwo, 140 km nördlich von Sesfontein, war bis vor 15 Jahren noch ein bedeutender Stützpunkt der südafrikanischen Armee. Herero und Himba in traditioneller Kleidung verleihen der staubigen Ödnis ein exotisches Flair.
Die Epupa Falls am modriggrünen Kunene-Fluss (280 km von Sesfontein, Piste 3700) an der Grenze zu Angola stürzen in Katarakten 34 m in die Tiefe. Das Waschen von Wäsche und Shampoogebrauch ist allerdings verpönt. Menschen und Tiere sind auf dieses Wasser angewiesen. Unterkunft unter Palmen bietet das Omarunga Camp am Ufer des Kunene, 10 feste Zelte, Tel./Fax 067/30 47 32, www.natron.net/omarunga-camp/main.html, €€-€€€.Kaokoveld Desert Reiseführer von Marcopolo Ist dieser Text veraltet?
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