Korčula (17000 Ew.), mit 276 km² eine der großen Inseln im Dalmatinischen Archipel, ist mit Fährschiffen über den auf der Westseite der lang gestreckten Insel gelegenen Hafen von Vela Luka oder über die malerische Stadt Kor-čula erreichbar.
Die breit ausgebaute neue Straße durch das bergige Binnenland (45 km lang) verbindet die beiden Orte.
Den schwarzgrünen Wäldern aus Kiefern, Pinien und immergrünen Steineichen, die mehr als die Hälfte der Inselfläche bedecken, verdankt die Insel ihren antiken Namen Korkyra melaina (Schwarze Insel). Ihre fruchtbaren Täler werden für den Anbau von Oliven, Obst und Gemüse genutzt. An sanften Hängen reifen in den sonnigen Rebgärten hervorragende heimische Weine: Grk, Pošip, Rukatac und der feurige rote Plavac.
Von 1427 bis 1797 herrschte Venedig hier ununterbrochen, auf Tuchfühlung zum Rivalen Ragusa, dessen Territorium auch die Halbinsel Pelješac, jenseits des an seiner engsten Stelle nur 1,3 km breiten Pelješki kanal, umfasste. Lange Zeit waren die Korčulaner Bauern und Fischer. Im Unterschied zu den meisten anderen Bewohnern der dalmatinischen Inselwelt waren sie aber auch tüchtige Handwerker, Schiffsbauer und Seeleute. Somit ist Korčula heutzutage weit weniger von der „Inselflucht“ der jungen Generation betroffen. In den letzten Jahrzehnten hat sich der Tourismus zur wichtigsten Erwerbsquelle entwickelt.
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