Einsam, ursprünglich und ein wenig rau - Wohl fühlt sich hier, wer das kleine, unspektakuläre Abenteuer sucht
Die Südküste ist flach, grün und endet meist ohne Strand recht abrupt am Meer. Dazwischen verlieren sich ein paar wenige Sandbuchten und kleine Fischerdörfer. Der Fang des Tages wird am Straßenrand zum Verkauf angeboten. In aller Ruhe wartet eine Frau auf Kundschaft. Sie liegt auf ihrem Schatz, einer gefüllten Tiefkühltruhe, und schreit den Vorbeifahrenden lauthals »Fish!« zu.In Black River schwenkt die Hauptstraße landeinwärts und führt am Rand des sumpfigen Flussgebiets des Black River Richtung Mandeville. Kurz hinter Middle Quarters wird die Straße zu einer Allee besonderer Art: Riesige Bambusstauden bilden mit ihren biegsamen Stämmen einen schattigen, grünen Tunnel über mehrere Kilometer hinweg. Die Bamboo Avenue gehört zu den beliebtesten Fotomotiven der Insel. Östlich von Black River wird die Landschaft immer karger, Weiden dominieren, das Klima ist trocken und heiß. Mannshohe Kakteen und unberührte Strände ohne Schatten sind keine Seltenheit.

