Samariá-Schlucht Reiseführer

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Samariá-Schlucht

Samariá-Schlucht

von Marcopolo

Die längste Schlucht Europas

Die Schlucht in den Weißen Bergen soll mit 18 km die längste Europas sein. Die Wanderung vom Endpunkt der Straße auf der Omalós-Hochebene bis hinunter ans Libysche Meer bei Agía Ruméli ist 14 km lang und dauert etwa 4 bis 5 Stunden; feste Schuhe sind ratsam. Unterwegs kann man sich an mehreren Quellen erfrischen, am Ziel warten Tavernen und Bars auf die durstig eintreffende Kundschaft. Die Wanderung beginnt in 1229 m Höhe an der Xylóskala, der »Holztreppe«. Hier informiert das White Mountains National Park Information Center über die Natur und die Naturschutzvorschriften in der Samariá-Schlucht. Die Wanderung führt zunächst im Anblick des 2080 m hohen Gíngilos durch Wald abwärts auf den Boden der Schlucht, durch die ein rauschender Bach fließt. Man erreicht das verlassene Dorf Samariá, das von seinen letzten Bewohnern aufgegeben werden musste, als die Schlucht 1962 zum Nationalpark erklärt wurde. Auf dem weiteren Weg verengt sich die Schlucht immer mehr, bis sie an der Eisernen Pforte nur noch 3 bis 4 m breit ist. Die Felswände ragen hier fast 500 m senkrecht auf. Die letzten 3 km legt man dann in einer weiten, kahlen und schattenlosen Küstenebene zurück. Die Schlucht durchwandert man am besten im Rahmen eines von den Reisebüros organisierten Ausflugs: Man wird auf die Omalós-Hochebene hinaufgefahren und später mit dem Boot nach Chóra Sfakíon oder Paleochóra gebracht, wo klimatisierte Busse warten. Wer die Wanderung auf eigene Faust unternehmen möchte, übernachtet entweder am Vortag in Chaniá und nimmt den ersten Linienbus hinauf nach Xylóskala, oder im Weiler Omalós. Von Chóra Sfakíon und Paleochóra fahren Linienbusse zurück nach Chaniá. Übernachten kann man auch in Agía Ruméli. Die Reisebüros bieten auch eine gemäßigte »Lazy Tour« an, bei der man hin und zurück mit dem Boot nach Agía Rúmeli fährt und so insgesamt nur etwa 8 km in überwiegend flachem Gelände gehen muss. Der nächtliche Aufenthalt in der Schlucht ist verboten: Ab 16 Uhr darf man auf beiden Seiten nur noch 2 km weit hineingehen. Von November bis Anfang oder Ende Mai ist die Schlucht für Besucher wegen Steinschlag- und Hochwassergefahr gesperrt (dann werden ersatzweise Wanderungen durch die Ímbros-Schlucht angeboten). Die genauen Öffnungstermine können Sie bei der Griechischen Zentrale für Fremdenverkehr erfragen. Eintritt 5 Euro. 40 km

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