Klein-Lissabon nannten italienische Seefahrer den Ort Funchal bereits im 16. Jh., wenige Jahre, nachdem Inselentdecker João Zarco seine Residenz von Câmara de Lobos in die von wildem Fenchel (funcho) bewachsene Bucht verlegt hatte. Der Zuckerexport ließ das Städtchen erblühen, und bald schon ragten elegante Bauten auf zwischen den Ufern der drei Flüsse Ribeira de Santa Luzia, Ribeira de São João und Ribeira de João Gomez, die hier ins Meer münden. Heute leben in Funchal rund 130 000 Menschen - fast die Hälfte aller Madeirenser.
Weit ist die Metropole die wie ein Amphitheater um sie aufragenden Berghänge hinaufgekrochen. Im Südwesten hat sie sich auch am Küstensaum breit gemacht mit einem noch immer wachsenden Hotelviertel, das erst kürzlich eine schicke, begrünte Uferpromenade erhielt und bald auch die allerletzten Bananenfelder verdrängt haben wird. Und im Osten braucht Funchal nicht mehr viel, um mit dem Nachbarn Caniço zu verschmelzen. Der historische Stadtkern sowie das alte, kräftig herausgeputzte Fischerviertel lassen sich recht gut zu Fuß erkunden. In dem schmalen und steilen Gassengewirr ist ein Auto sogar eher hinderlich - ganz zu schweigen von den mangelnden Parkplätzen. Für größere Distanzen sind Bus und Taxi ein gute Alternative. Ein halber Tag genügt für den ersten Kontakt mit den interessantesten Punkten - doch es empfiehlt sich mindestens die doppelte Zeit, um tatsächlich einen Eindruck zu gewinnen vom Flair der Stadt.
Funchal Reiseführer zuletzt geändert von marcopolo
Alle Museen Funchals gewähren am 18. Mai (Weltmuseumstag) und am 27. September (Welttourismustag) freien Eintritt. Gleiches gilt für den Jardim Botânico, den man auch an seinem Geburtstag (30. April) und am Weltwaldtag (21. März) kostenlos besuchen kann.
Viele Restaurants in Funchal bieten ein Tagesgericht (prato do dia) an, meist deutlich unter 8 Euro - oft sogar inkl. Suppe und Softdrink.
Die Fahrt mit der Kabinenseilbahn ist teuer. Inhaber eines Studentenausweises erhalten jedoch 50 Prozent Ermäßigung bei den Teleféricos da Madeira.
Vor allem an den Wochenenden ist immer etwas los in Funchal, meist musikalisch - und das oft live. Große Konzerte finden manchmal im Madeira Tecnopolo (Caminho da Penteada) statt, kleinere regelmäßig in den Räumen von FNAC (Madeira Shopping Caminho Sta Quitéria
Aber auch in der Woche gehen die Einheimischen gern aus. Gute Bars und Clubs gibt es u.a. in der Rua da Imperatriz Dona Amélia, der Rua da Carreira sowie an der Promenade des Lido-Viertels. Vor Mitternacht tut sich dort allerdings selten etwas, in den Discos geht es erst ab 2 Uhr richtig los. Folkloreshows in Hotels und Restaurants beginnen hingegen meist nach dem Dinner. In den Clubs wird Eintritt erhoben, oft ist aber ein Drink im Preis inbegriffen.
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