193 km liegt die mit fast 290 km² zweitgrößte Insel Französisch-Polynesiens (9000 Ew. mit der Hauptstadt Uturoa) von Tahiti entfernt. Nur 4 km nördlich, in derselben Lagune, befindet sich die viel kleinere Insel Tahaa. Auf beiden Inseln ist das Leben noch von ruhiger Gangart. Fischfang und Landwirtschaft sowie auf Tahaa Vanilleanbau sind noch wichtiger als das Geschäft mit dem Tourismus. Dabei bieten die Buchten und Gewässer um Raiatea ideale Bedingungen für passionierte Segler, auch als Ausgangspunkt für Törns zu den anderen Inseln. Hübsche Strände gibt es allerdings nur auf den Motus.
Den Ahnen der heutigen Polynesier war Raiatea als Königreich »Havai'i« bekannt, als politisches, kulturelles und religiöses Zentrum, von dem aus möglicherweise Polynesien besiedelt wurde. Die Ruinen des Maraes Taputapuatea lassen noch die gewaltigen Ausmaße der antiken Tempelanlage erkennen.
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