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Foto von cigarr
Die Stadt Rab liegt auf einer schmalen Landzunge zwischen der Bucht Sveta Eufemija und dem Hafen. Vier Glockentürme, wie Wächter an den steil abfallenden Rand der Bucht gebaut, sind ihr Wahrzeichen. Zu ihren Füßen durchkreuzen schmale Gassen die drei Hauptadern Gornja ulica (Obere Straße), Srednja ulica (Mittlere Straße) und Donja ulica (Untere Straße). Das quirlige Städtchen gehört ausschließlich den Fußgängern. Während der Saison ist es ratsam, das Auto schon in beträchtlicher Entfernung zum Hafen stehen zu lassen. Bummeln Sie am Hafenkai entlang, dann treffen Sie gleich auf den stets von Straßenhändlern bunt belebten Platz Trg Svetog Kristofora. Durch das alte Seetor kommt man zur von acht Marmorsäulen gestützten Stadtloggia. Neben ihr der Stadtturm mit der Uhr und die gotische Kapelle Sveti Nikola. Hier beginnt die Srednja ulica, eine enge Geschäftsstraße voller Läden, Cafés und Restaurants. Trotz vieler Umbauten an den Bürgerhäusern aus dem 12. und 13. Jh. sind an den schmückenden Elementen noch Wohlstand und Macht abzulesen. Die Obere Straße, an der sich Rabs Kirchen und Türme aufreihen, empfängt einen mit kaum vermuteter besinnlicher Ruhe, in die nur das Vogelgezwitscher aus dem angrenzenden prachtvollen Stadtpark Komrčar dringt. Von der Kirche Sveti Ivan Krstitelj ist nur noch der romanische Glockenturm aus dem 12. Jh. erhalten. Wer ihn besteigt (kostenlos), wird mit einem herrlichen Ausblick belohnt. Aus der Renaissance stammt die Kirche Sveta Justina, heute Museum für sakrale Kunst (tgl. 9-11 und 19.30 bis 22 Uhr, 10 Kuna). Unweit davon die dreischiffige romanische Basilika Sveta Andrija mit dem ältesten Glockenturm der Stadt. Größte Aufmerksamkeit aber gebührt der im 12. Jh. als Kathedrale von Rab geweihten Basilika Sveta Marija Velika. Im Inneren über dem Hauptaltar das Reliquiar des hl. Christophorus, aus Eichenholz meisterhaft geschnitztes Chorgestühl von 1445, ein altkroatischer Hostienbehälter aus dem 10. Jh. sowie ein Taufbecken von 1497. Der 26 m hohe Turm der Kathedrale, mit romanischen Fenstern und einer Pyramidenspitze, ist der höchste und schönste der Stadt. Die Altstadt von Rab zieht wie ein Magnet Urlauber und Einheimische, Straßenkünstler und Straßenhändler gleichermaßen an. Für stille Romantiker ist in den Mauern der Stadt wenig Raum. Den finden sie etwas abseits, auf einem Spaziergang durch den Park Komrčar entlang der Küste zum Franziskanerkloster Sveta Eufemija (ca. 2 km). Im Atrium des 600 Jahre alten Palastes Cernota in Rab gedeihen 130 Jahre alte Palmen. Unter ihnen werden im Paradiso (Stjepana Radi-ća 2, Tel. 051/77 11 09, €) Pizzen und Nudelgerichte an langen Holztischen serviert. Das 1911 gebaute, älteste Hotel der Stadt, das Imperial (260 Betten, Tel. 051/72 45 22, Fax 72 41 26, www.imperial.hr, €), empfiehlt sich weder durch seinen Service noch durch eine besondere Küche, sondern nur durch die faszinierende, ruhige Lage inmitten der Palmen und Pinien des Stadtparks. Zur Altstadt sind es fünf Gehminuten, bis zum nächsten Strand etwa 500 m. Etwa 4 km vom Stadtzentrum entfernt, in Barbat, verwöhnt das Restaurant Leut (Barbat 451, Tel. 051/72 10 74, €€) seine Gäste mit einer vorzüglichen Fischplatte und Wein aus eigenem Anbau.
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