Burg von Kolòssi: Hier lebten einst Johanniter
Am Nordwestrand der Plantagen von Fasoúri ragt zwischen Zypressen der braune Festungsturm der Burg von Kolóssi auf. Von seinem Dach aus hat man einen weiten Blick über die grüne Oase bis hin zum Meer, dem Tróodos und zu den Hochhäusern von Limassol. Die Burg von Kolóssi gehörte dem Kreuzritteroden der Johanniter, der hier von 1291 bis 1309 seinen Hauptsitz hatte und nach seiner Verlegung nach Rhodos seine Ländereien auf Zypern von Kolóssi aus verwaltete. Hier wurden vor allem Zuckerrohr und Trauben angebaut, aus denen man den schweren Südwein produzierte, der heute commandaría heißt. Im Keller der Burg, die im Bauzustand des 15. Jhs. erhalten ist, lagen die Vorratsräume mit Zisternen zum Auffangen des Regenwassers; in den beiden Geschossen darüber lebten und arbeiteten die Ritter. Neben einem gewaltigen Macherienbaum, der sich an der Ostseite der Burg befindet, endet ein mittelalterlicher Aquädukt. Das damit herbeigeführte Wasser trieb die Mühlräder an, mit denen das Zuckerrohr ausgepresst wurde. Im benachbarten hallenartigen Bau fand dann die eigentliche Zuckerproduktion statt. Tgl. 9-17 Uhr (Juni bis Aug. 9-19.30 Uhr), Eintritt 75 c. 12 km von Limassol

