Famagusta (Griechisch: Ammóchostos, Türkisch: Gazimağusa, 23 000 Ew.) war bis 1974 der bedeutendste Hafen der Insel. Hier konzentrierten sich nahezu alle Hotels Zyperns. Die Altstadt war schon seit 1964 ein rein türkisch-zypriotisches Wohnviertel, das unter dem Schutz der Vereinten Nationen stand. Die moderne Hotelstadt Varosha war aber ausschließlich von griechischen Zyprioten bewohnt.
Im Mittelalter war Famagusta noch vor Nicosia die bedeutendste Stadt der Insel. Im 14. Jh. hatte sie über 70 000 Einwohner. Über ihren Hafen wurde der Handel mit Vorderasien und Nordafrika abgewickelt, der Famagusta enormen Wohlstand einbrachte. Seine adligen Bewohner waren sehr reich und stifteten zahlreiche große Kirchen, deren Ruinen noch heute stehen. Sie bilden einen reizvollen Kontrast zu den anatolisch anmutenden Basargassen und zu den Minaretten, die einige christliche Gotteshäuser bei der Umwandlung in Moscheen bekamen.
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