Auf den Spuren von Ernest Hemingway
Als ehemalige Marinebasis und als Horchposten für den Funkverkehr im 150 km entfernten Kuba spielt die südlichste bewohnte Key-Insel (27 000 Ew.) traditionell nicht nur eine Rolle als Strand- und Kulturkommune für die Müßiggänger der Welt. Aber hektisch war das Leben hier noch nie, nicht einmal, als der Hafen als Zwischenstopp der Liniendampfschiffe in die Karibik und in den Golf von Mexiko diente, und als Fischer, Naturschwammtaucher und eine Ananasfabrik im 19. Jh. dem Eiland seinen Wohlstand bescherten. Aus den frühen Jahren sind einige Häuser geblieben, die Key West seinen romantischen Charakter geben. Errichtet wurden sie von Schiffszimmerleuten, die auf die Verwendung von Nägeln verzichteten.
Ernest Hemingway, an dessen schriftstellerisch produktive Zeit auf der Insel man sich stolz erinnert, wich nach Kuba aus, als immer mehr Touristen kamen. Die lockt auch heute noch die Suche nach dem Paradies am Ende der Welt. Was sie finden, sind Träume von einer längst vergangenen Zeit und Sonnenuntergänge, die allen Touristenrummel vergessen lassen.


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