Ein idyllisches Dorf mit Burgruine und freskengeschmückter Kirche
Das Dörfchen im Innern der Insel (250 Ew.) wird von den Touristenströmen noch recht wenig berührt. Die »Attraktionen« sind die Ruinen einer Burg der Johanniterritter und die byzantinische Kirche der Entschlafung Mariä (Kímissi tis Theotókou). Von der Burg, die wahrscheinlich aus dem 15. Jh. stammt, haben Sie einen schönen Blick auf das Dorf. Die Marienkirche wurde im 13. oder 14. Jh. erbaut, später kamen Anbauten hinzu. Im 17. Jh. wurde die ganze Kirche mit Fresken ausgemalt, die zum Teil Anfang des 20. Jhs. restauriert wurden. Neben Darstellungen aus dem Leben Jesu Christi und der Muttergottes sieht man Szenen aus der Offenbarung des Johannes (Apokalypse), die sonst nur selten zu finden sind. Dargestellt sind hier zum Beispiel die apokalyptischen Reiter und der aus der Tiefe der Erde aufsteigende Antichrist. Besonders prächtig ist die Ikonostase. In der Nähe der Kirche lohnen zwei kleine Museen den Besuch: einmal das Sakralmuseum mit Ikonen und alten Evangeliaren, zum anderen das volkskundliche Museum mit einer interessanten Sammlung landwirtschaftlicher Geräte (beide tgl. 9-17 Uhr, Eintritt 1 Euro). Wer nachts einmal die Ruhe eines rhodischen Bergdorfs genießen möchte, der kann in Asklipión auch übernachten. Über der Taverne Agapitos, Tel. 22 44 04 72 55, €, oberhalb der Kirche werden drei einfache, aber sehr saubere Zimmer zu einem günstigen Preis vermietet, die sich gut für eine Zwischenübernachtung eignen.

