Mehr noch als der weit berühmtere Grand-Canyon-Staat Arizona ist Utah ein Land der Naturwunder. Nördlich des Grand Canyon erstreckt sich der Hauptteil des Colorado Plateau, in dessen vor 200-300 Mio. Jahren entstandene Sand- und Kalksteinformationen Flüsse, Wind und Wetter dramatische Schluchten, Steilwände und Felsskulpturen geschnitten haben. Allein fünf National Parks liegen in Südutah, dazu viele National Monuments, State Parks und andere Schutzgebiete. Die Palette reicht von den filigranen Felssäulen im Bryce Canyon bis zur steinernen Wunderwelt des Canyonlands und des Arches National Park. Kaum sonst auf unserer Erde drängen sich so viele Naturwunder auf so engem Raum.
Im Norden des ca. 220 000 km² großen Staats dehnen sich zu Füßen der Wasatch Mountains Wüstenebenen um den Great Salt Lake, ein Überbleibsel der letzten Eiszeit. In den Wasatch Mountains selbst warten grüne Täler und Bergpfade auf die Wanderer - und im Winter wird die Region zum Paradies für Wedelfans. Den legendären Pulverschnee erlebten 2002 auch die Athleten der Olympischen Winterspiele - mit besten Resultaten.
Trotz supermoderner Liftanlagen, guter Highways und aufstrebender Hightechindustrie in Städten wie Salt Lake City oder Provo ist Utah bis heute jedoch ein sehr dünn besiedeltes Pionierland: Auf einer Staatsfläche fast dreimal so groß wie Österreich leben nur gut 2,4 Mio. Menschen - mehr als die Hälfte davon im Großraum von Salt Lake City. Wenig besiedelt war das Land schon immer. Bereits die Ute-Indianer, nach denen der Staat benannt ist, zogen einst nur in kleinen Familienclans als Sammler und Jäger durch die Region. Trapper und frühe Siedler mieden die zwar eindrucksvollen, aber regenarmen und unwirtlichen Felslandschaften.
Erst die Mormonen, die nach einem historischen Treck 1847 in der Wüste am Great Salt Lake ihren Gottesstaat ausriefen, konnten durch Bewässerungsanlagen die ersten dauerhaften Siedlungen anlegen. Bis heute sind die Mehrzahl der Einwohner Utahs Nachfahren dieser Pioniere - und Lebensweise wie auch Politik werden nach wie vor von den Prinzipien der gottesfürchtigen Mormonen geprägt. Alkohol etwa wird nur in staatlichen Läden verkauft, in Restaurants zum Essen ausgeschenkt oder in Clubbars angeboten. Lediglich Bier gibts auch in einfachen Saloons....
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