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Foto von Lisaworldwide
Umgeben von prächtigen Reisterrassen, tropischen Wäldern und wilden Schluchten liegt Ubud (16 500 Ew.), die ehemalige alte Königsstadt. Paläste sind hier in Hotels umgewandelt worden. Die örtlichen Künstler produzieren in rasender Geschwindigkeit Gemälde und Holzschnitzereien für die Touristenmassen, die Ubud zur »Boomtown« gemacht haben. Wer Ubud aus früheren Jahren kennt, staunt: Die Hauptstraße ist heute eine Avenue (mit gepflasterten Fußwegen und Parkstreifen) mit kleinen Läden, Cafés, Restaurants, Galerien und Geldwechslern. Der Königspalast und die Tempel scheinen zur Nebensache geworden zu sein. Auch die ehemals ruhige Monkey Forest Road hat sich zur belebten Einkaufs- und Wohnmeile für Touristen gewandelt.
Ursprünglich war Ubud ein wichtiger Ort für Heilpflanzen und -kräuter. Der Name kommt von dem balinesischen Wort für Medizin, ubad. Ubud gehört dem Bezirk Gianyar an, der hauptsächlich vom Tourismus lebt. So ist die Straße von Batubulan bis nach Ubud gesäumt von Dörfern, die sich jeweils auf ein bestimmtes Handwerk spezialisiert haben. In Richtung Gianyar findet man am Weg Holzschnitzer, Korbflechter und Seidenweber, auch die Gongs fürs Gamelan werden hier hergestellt. Balis berühmteste Tänzer und Künstler kommen aus dieser Region.
Im späten 19. Jh. ließ sich Prinz Cokorda Sukawati in Ubud nieder und begründete Ubuds Schicksal. Er gewährte vielen Künstlern von anderen Königshöfen Zuflucht. Das berühmteste Beispiel ist der Maler I Gusti Nyoman Lempad, dessen Vater so nach Ubud kam. Er schuf den Lotosthron im Pura Saraswati sowie etliche Skulpturen am Palast. Im Alter von 116 Jahren starb er 1978. Geblieben sind seine Werke und die Lempad-Galerie. Seit den späten 1920er-Jahren festigten Walter Spies und die ihm nachfolgenden Künstler Ubuds Ruf als Künstlerdorf, Ubud wurde »en vogue«. Charlie Chaplin reiste hierher, die Anthropologin Margaret Mead, Barbara Hutton, H. G. Wells. Und Vicki Baum schrieb im Haus von Walter Spies ihren berühmten Roman »Liebe und Tod auf Bali«. So entwickelte sich Ubud zu einem kulturellen Zentrum.
Immer noch finden viele religiöse Zeremonien und Tänze statt. Zwölf große Tempel gibt es in und um Ubud. Der Ort hat sich nahtlos ausgedehnt nach Pengosekan und Peliatan im Süden sowie nach Penestanan im Westen. Die Gegend um Ubud ist sehr gut geeignet für lange Spaziergänge, Radtouren und Tagesausflüge in die Umgebung.Ubud Reiseführer von Marcopolo Ist dieser Text veraltet?
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