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Fès (Fes)

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Fès (Fes)

Verloren in der blauen Stadt

Auch wenn Reiseführer und Einheimische davon abraten mögen, die Medina von Fès – einer der größten und beeindruckendsten Altstädte des gesamten Orients – sollte man unbedingt auf eigene Faust erkunden. Das weitverzweigte Gassengewirr mit seinen unzähligen kleinen Plätzen, imposanten Moscheen, steinernen Brücken und Torbögen lädt gerade dazu ein, sich darin zu verlieren. Und genau das macht den Reiz und das Geheimnisvolle der blauen Stadt ja aus. Ihren Spitznamen hat Fès - eine der vier marokkanischen Königsstädte - der blauen Keramik zu verdanken, die Moscheen und Paläste ebenso ziert wie Antiquitätenläden. Fès ist eine Stadt des Handwerks, wobei jede Gilde in eigenen Vierteln angesiedelt ist. Das spektakulärste Handwerk üben wohl die Gerber aus, die Tierfälle noch nach mittelalterlichem Brauch bearbeiten und in riesigen Bottichen einfärben. Der Anblick dieses Spektakels macht aus zwei Gründen schwindelig: einerseits aufgrund der archaischen Arbeitsweise und der Intensität der Farben, anderseits aufgrund des enormen Gestanks.

Traditionsreiches hat auch die Karaougine-Moschee zu bieten: sie beherbergt die nach Kairo zweitälteste islamische Universität. Kein Wunder, dass die Medina von Fès von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Durch diese Maßnahme wurde das mittelalterliche Aussehen der Stadt erhalten, gleichzeitig verdrängen Souvenirläden zusehends kleine Handwerksbetriebe. Gerade deshalb lohnt es sich, Fès auch außerhalb der Altstadt zu erkunden. Auch Fès Djedid (das „neue Fès“) hat einiges an Flair und Sehenswerten zu bieten: zum Beispiel den Königspalast oder einen reizvollen jüdischen Friedhof, der auf die jüdische Vergangenheit des Stadtteils hinweist.

Fès (Fes) Reiseführer von tripwolf

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