Dalmatiens schönstes Inselstädtchen
Den schönsten Blick auf das ganze Panorama dieses mediterranen Kleinods (4000 Ew.) hat man vom Meer aus. In der Totalen erfasst man am besten die von Palmen gesäumte Uferpromenade und die sieben Jahrhunderte alten Wehrmauern, die sich bis zur Festung Španjol (16. Jh.) den Hang hinaufziehen. Oberhalb davon steht die 1811 von den Franzosen erbaute Festung Napoleon. Die wichtigsten Kirchen, Klöster und Paläste stammen aus der Blütezeit von Hvar, als die Seemacht Venedig die Stadt übernahm und sie vom 15. bis 18. Jh. zu einem wichtigen Stützpunkt in der Ostadria ausbaute. Im geschützten Hafen von Hvar überwinterte in früheren Zeiten die venezianische Flotte. Jetzt kommen Kreuzfahrtschiffe und Yachten mit Passagieren aus aller Welt, um das mondäne Flair des Orts für ein paar Stunden zu erleben. Zur rechten Seite des kleinen alten Hafenbeckens öffnet sich der weitläufige, mit blank getretenen Steinplatten ausgelegte Hauptplatz Trg Sv. Stjepana. An der Stirnseite steht der Dom Sv. Stjepan (erbaut 13.-18. Jh.) mit seinem filigranen Glockenturm. Hvar ist seit 850 Jahren Bischofssitz. Der Domschatz aus Dokumenten, Gemälden, Messgewändern und liturgischen Gefäßen ist im Bischofspalast nebenan zu sehen (tgl. 9-12 u. 17-19 Uhr 12 Kuna). Auf dem Hauptplatz steht der große Stadtbrunnen von 1520. Im Restaurant Hanibal am Platz sollten Sie unbedingt das Seeteufel-Carpaccio probieren (Tel. 021/742760 €€).
Ein Arkadenbogen von 10 m Breite überspannt das zum Hafen gerichtete Tor des Arsenals, in dem früher die venezianischen Kriegsgaleeren repariert wurden. Das kleine Theater, in Europa eines der ersten kommunalen Theater der Neuzeit, wurde 1612 ins Obergeschoss gebaut. In den Räumen nebenan ist zeitgenössische kroatische Kunst ausgestellt. An die Stadtloggia mit dem Uhrturm und ihrer prächtigen Fassade lehnt sich seit 1903 das Hotel Palace (73 Zi. €€€).
Richtung Meer rechts entlang führen Spazierwege durch den Stadtpark zur Hotelanlage Amfora (320 Zi. €€€). Etwa 200 m entfernt feiert nachts ein vorwiegend junges Publikum in der Open-Air-Disco Veneranda (tgl. 24-5 Uhr ab 30 Kuna).
Auf der Ostseite des Hafenbeckens lassen sich die Segler auf ihren eleganten Yachten bestaunen. Nur wenige Schritte über die Promenade schlürft man im Carpe Diem bunte Cocktails zu leiser Barmusik. Die Promenade noch ein Stück weiter zeigen die Mönche des Franziskanerklosters (15. Jh.) ihre Schätze: eine umfangreiche Botaniksammlung, Gemälde alter Meister und handgeschriebene Bücher (tgl. 10-12 u. 17-19 Uhr 15 Kuna). In den Sommermonaten wird der Kreuzgang zu einer stimmungsvollen Kulisse für klassische Konzerte.
Im Stadtteil Groda, auf der Nordseite des Hauptplatzes, klöppeln Benediktinerinnen hauchdünne Spitzendeckchen aus feinen Fäden, die aus den Fasern von Agavenblättern gesponnen sind. Die Decken zählen zu den offiziellen Staatsgeschenken der Republik Kroatien. Nur in der Abtei selbst, an der Treppe zur Festung, werden diese kleinen Kunstwerke verkauft. An diesem Weg finden Sie auch einige gemütliche Restaurants, zum Beispiel das Macondo (Tel. 021/742850 €€), in dem bei kühler Witterung ein Kaminfeuer wärmt. Für moderne Küche mit dalmatinischer Tradition steht das Yakša (Tel. 091/2770770 €€€) mit restaurierten gotischen Gewölben und weinumranktem Patio.
Ob zu Fuß oder mit dem Auto, der 3 km lange Weg hinauf zum alten Wachhaus, das die Österreicher 1832 bauten, lohnt sich, denn man hat von der Terrasse einen herrlichen Blick auf die Stadt und die vorgelagerten Pakleni otoci (Harz- oder Teufelsinseln).
Die sehr dicht bewaldeten Inseln sind beliebt wegen ihrer schönen Badestrände auf der Südseite, Taxiboote fahren vom Hafen nach Sv. Klement oder Jerolim (FKK). Eine preiswerte, ruhige Unterkunft finden Sie 5 km nördlich von Hvar an der Lozna-Bucht: Die Pension Laguna Lozna ist zugleich Tauchbasis und vermietet angenehme Zimmer und Apartments (6 Zi., 4 Apt. €). Auskunft: Tourist Info Trg Sv. Stjepana Hvar...


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