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Unterhalb der steil aufragenden Gebirgskette Bolska kruna liegt Bol (1300 Ew.), der älteste Ort an der Südküste von Brač. Sein touristisches Markenzeichen ist das Zlatni rat (Goldenes Horn), eine von goldfarbenem Strand umsäumte grüne Landzunge von 500 m Länge, deren Spitze sich durch die Kraft von Wellen und Wind ständig verschiebt. Auf dem Südteil badet man »mit«, auf dem Nordteil »ohne«. Surfer schätzen die günstigen Winde im Hvarski kanal, der zwischen Brač und der Insel Hvar verläuft. An dem von Kiefernwald beschatteten Promenadenweg, der das Zlatni rat in 30 Gehminuten mit dem Stadtzentrum verbindet, sind vor kleine Badebuchten mehrere Hotelanlagen gebaut. Ein umfassendes Facelifting hat das alte Hotel Borak in eine komfortable 4-Sterne-Wellnessanlage mit 150 lichten, modernen Zimmern und 40 Apartments verwandelt (Bračka cesta 13, Tel. 021/30 62 02, Fax 30 62 15, www.bluesunhotels.com, €€€). Ein Platz für Romantiker: In einer kleinen Seitenstraße oberhalb des Hafens liegt die kunstvoll eingerichtete Villa Giardino, umgeben von einem mediterranen Garten. Im Bett von Zimmer 104 hat Kaiser Franz Joseph I. am 18. April 1875 übernachtet (14 Zi., Novi Put 2, Tel. 021/63 59 00, Fax 63 55 66, €€). Rund um den kleinen Hafen von Bol pulsiert das Leben. Hier befinden sich auch das Touristbüro und die Tankstelle. Die Galerija Dešković zeigt in ihrer ständigen Ausstellung Werke älterer und zeitgenössischer kroatischer Maler und Bildhauer. Die wechselnde Ausstellung widmet sich den jungen Künstlern (tgl. 18-23 Uhr, 5 Kuna). Ein paar Schritte abseits vom Hafen liegt das romantische Gartenrestaurant Ranč (Tel. 021/63 56 35, €€). An lauschigen Plätzen serviert Ihnen die Familie Lukšić frische Langusten vom Grill. Die rustikale Konoba Mlin, eine alte Ölmühle, zählt zu den Toprestaurants von Bol (Ante Starćevića 11, Tel. 021/63 53 76, €€). Das ganze Jahr über ist die Cafébar Aquarius Treffpunkt der jungen Leute und besonders der Windsurfer. Im Sommer tanzt man im Faces Club Kaltemberg bis zum frühen Morgen. Östlich des Hafens, auf der kleinen Halbinsel Glavica, steht das Dominikanerkloster (15. Jh.). Zur Sammlung des Klostermuseums gehört das Altarbild »Madonna zwischen den Heiligen«; ein Werk von Tintoretto (1518-94), das der Meister für 270 venezianische Dukaten verkauft hat, wie die ausgestellte alte Rechnung belegt (tgl. 8-12, 17-20 Uhr, 10 Kuna). Außerhalb des Sommers ist Bol ein idealer Standort für Wandertouren über die Insel Brač. Man möchte damit den Kontakt zwischen Einheimischen und Gästen fördern. Beliebte Wanderziele sind die Einsiedelei Blaca aus dem 16. Jh. mit Mönchszellen, Sternwarte und wertvollen alten Büchern (Besuch nach Voranmeldung: Tel. 021/63 08 25, 20 Kuna). Von der Hochebene Vidova gora blickt man über die ganze Insel auf die imposant aufragende Küstengebirgskette des Festlands und auf die zerklüftete Küste der Nachbarinsel Hvar. Auskunft: Tourist Info, Porat bolskih pomoraca, Bol, Tel. 021/63 56 38, Fax 63 59 72, www.bol.hr
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