Nur 20 Prozent aller Diamanten landen, fein bearbeitet, beim Juwelier, der Hauptteil kommt als Industriediamanten in Bohr-, Schneid- und Schleifgeräten zum Einsatz, z. B. auch in medizinischen Geräten, wie sie der Zahnarzt benötigt. Nach Botswana und Chile ist Namibia drittgrößter Schmuck- und Industriediamantenproduzent der Welt. Mit der großen Herrlichkeit war es allerdings vorbei, nachdem 1955 in den USA und Schweden die Diamantsynthese gefunden wurde: Mittlerweile ist die Produktion von synthetischen Diamanten (die für Schmuckzwecke nicht geeignet sind) größer als die Gewinnung natürlicher Diamanten. In den namibischen Minen ist die Produktion rückläufig. Wie die Diamanten entdeckt, verarbeitet und vermarktet wurden - und noch vieles mehr -, das lernt man beim Ausflug in die südlich von Lüderitz beginnende, 360 km lange und 100 km breite Diamond Area 1, ein Sperrgebiet, das nur mit Erlaubnis und Führer befahren werden darf.
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