Hügel, Wein und weiße Strände
Das alte Kurland fasziniert mit einer Mischung aus bewahrter Geschichte, rauer Küstennatur und lebendiger Stadtkultur Kurzeme, früher Kurland, ist die westlichste der historischen Provinzen Lettlands. Sie grenzt an Litauen und die Ostsee und kam selbst für die meisten Letten jahrzehntelang einer terra incognita gleich: Küste und große Teile des Hinterlandes waren Militärsperrgebiet. 15 Jahre Freiheit haben den Bann nicht gebrochen. Immer noch wirkt Kurzeme still und abgelegen, ein weites Mosaik aus Hügeln, Kornfeldern und Wäldern, dazwischen Gutsdörfer und alte, nostalgisch blitzende Provinzstädtchen wie Talsi und Kuldīga. Die Menschen leben hier hauptsächlich von Landwirtschaft und Handwerk, einen Aufschwung nimmt auch die Holzverarbeitung. An der kurländischen Küste liegen die beiden bedeutendsten Hafenstädte Lettlands: Liepāja, als sowjetische U-Boot-Basis bis 1990 gesperrte Stadt, und Ventspils, größter Ölhafen des Baltikums und eines der wirtschaftlichen Zentren Lettlands. Trotz ihrer militärischen und industriellen Erblast überraschen beide Städte mit viel Charme und Vitalität, originellen Museen, viel Kultur - und traumhaften Sandstränden.



