Im Land der blauen Seen
Lettlands Südosten birgt eine bezaubernde Wasserlandschaft - doch vom Tourismus ist Latgale noch fast gänzlich unberührt Lettlands Südosten liegt weit abseits touristischer Trampelpfade. Je weiter man in die geschichtsträchtige Provinz Latgale (früher Lettgallen) vordringt, desto einsamer wird das Land. Doch die Reise lohnt. Hinter Daugavpils und Rēzekne liegen einmalige Naturlandschaften: die Seenplatte, von Rīga bis Ventspils als das »Land der blauen Seen« berühmt. Zwischen den sanften Hügeln des Lettgaller Hochlandes reiht sich ein See an den anderen, gesäumt von Schilfgürteln, Mischwäldern und Wiesen. Ein Paradies für Wanderer, Kanufahrer, Angler und Menschen, die sich in der Natur gern eigene Wege suchen. Von den wenigen Städten abgesehen, ist die an Litauen, Russland und Weißrussland grenzende Region nur dünn besiedelt. In den winzigen Kleinbauerndörfern gehören Traditionen und alte Bräuche bis heute ebenso zur Alltagskultur wie Pferdefuhrwerke und fromme Volksgläubigkeit. Die meisten Menschen in Latgale sind streng katholisch. Das hat auch historische Gründe: Über 200 Jahre gehörte die Provinz zu Polen.



