Eine Skyline wie in Amerika, doch Scheich Zayed ließ auch die Wüste ergrünen
Das mit vier Fünfteln der Gesamtfläche größte der Emirate und seit der Entdeckung von Erdöl auch reichste Land der Föderation ist Abu Dhabi, dessen Herrscher Sheikh Khalifa Bin Zayed al-Nahyan auch das Amt des Präsidenten der Emirate innehat.
Abu Dhabi bedeutet „Vater der Gazelle“: 1761 führte die Nahyan-Familie den Beduinenstamm der Bani Yas in der Liwa-Oase, als Angehörige des Stamms auf einer flachen Sandinsel vor der Küste eine Gazelle an einem Wasserloch entdeckten. Eine Siedlung - Abu Dhabi - wurde errichtet, die ab 1793 Sitz des Scheichs und Hauptstadt des Emirats wurde. Als in den 1960er-Jahren Erdöl entdeckt wurde, lebten hier 5000 Menschen, heute sind es 1,7 Mio. Der Reichtum brachte große Veränderungen mit sich: Nicht weit von Glaspalästen und künstlich bewässerten Gärten ziehen Kamelherden durch den Wüstensand, übernachten Nomaden in ihren Zelten.
Abu Dhabi öffnet sich jetzt dem Tourismus, ist mit dem Boom Dubais jedoch nicht zu vergleichen. Die Strandhotels ziehen auch europäische Pauschaltouristen an, im Übrigen besuchen die Oase Al-Ain und Abu-Dhabi-Stadt überwiegend Touristen aus den anderen Emiraten. Doch nun bereitet man sich auf die Formel-1 vor: Nach Bahrain hat auch Abu Dhabi das Spektakel an sich gezogen. Auf der Insel Yas wird man ab 2009 schnelle Autos sehen.

