Von der Küste in die Wüste. Tunesiens Süden reizt mit kultureller und landschaftlicher Vielfalt.
Kilometerlange flache Sandstrände, grüne Palmenoasen, bizarr erodierte Gebirgslandschaften und Salzseen mit tanzenden Luftspiegelungen, uralte Oasenstädtchen und wehrhafte Ksar-Burgen; das ist die archaische, überaus faszinierende Seite Tunesiens. Den Berbern, den Ureinwohnern Nordafrikas, begegnen Sie in den Trichterhäusern um Matmata, in den Höhlendorfern bei Tataouine und sogar auf der Badeinsel Djerba. Nur an Djerbas Stränden zu verweilen wäre also schade: Der Grand Sud, der tiefe Süden, ist zum Greifen nahe.
Djerba hat überwiegend mediterranes Klima mit heißen Sommern und milden Wintern. Allerdings kann es im April und Mai noch kühl sein. Das Wüstenklima im Süden bringt auch in den heißen Sommernächten Abkühlung. Die Monate November bis Januar sind für Kameltrekking und Wüstentouren besonders geeignet. Zwischen Februar und April ist das Wetter unberechenbar, es gibt oft unangenehme Sandstürme.
Vorgeschrieben ist ein gültiger Reisepass, bei Pauschaltouristen reicht der Personalausweis. Da beim Geldwechseln manchmal der Personalausweis nicht anerkannt wird, sollte man einen Pass dabeihaben.
Es gibt keine außergewöhnlichen gesundheitlichen Gefahren in Tunesien, außer einem in der Tat gefährlichen Skorpionbiss oder einer Darmverstimmung wegen des ungewohnt stark gewürzten Essens. Medizinische Einrichtungen findet man noch in den kleinsten Orten, Apotheken gibt es überall. Die Medikamente sind günstig und die Apotheker kompetent. Adressen von Ärzten können Sie in Apotheken erfragen. Zwar übernehmen die Krankenkassen im Krankheitsfall die entstehenden Kosten, aber zu den bei uns üblichen Preisen. Eine Auslandsversicherung empfiehlt sich allemal. Auf keinen Fall vergessen sollten Sie Mücken- und Sonnenschutz.
In den meisten Läden gibt es feste Preise. Nur in den Souks müssen Sie feilschen. Außer in den touristischen Zonen sind in Tunesien alle Formen der Dienstleistung, aber auch die Grundnahrungsmittel (Brot ist staatlich subventioniert) billiger als bei uns. Alkohol ist teuer und hat je nach Restaurant, Hotel oder Bar sehr unterschiedliche Preise. Währungseinheit ist der tunesische Dinar, geteilt in 1000 Millimes. Egal ob Bank, Hotel oder Flughafen - der Wechselkurs ist überall gleich. Es gibt Banknoten zu 5, 10, 20 und 30 Dinar, Münzen zu 5, 10, 20, 50, 100 und 500 Millimes, 1 und 5 Dinar.
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