Von wehrhaften Mauern umschlossen, birgt die zum Unesco-Welterbe zählende Medina von Sousse auf kleinstem Raum einzigartige Architekturdenkmäler, ein herrliches Mosaikenmuseum und ein buntes Labyrinth von Soukgassen. Gleich vor den Toren der Altstadt beginnt ein von Hotels gesäumter Traumstrand, der bis ins rund 10 km nördlich gelegene Port el-Kantaoui reicht. Die Hotelzone im Süden erstreckt sich entlang der feinsandigen Küstenlinie bis nach Monastir. Sousse (200 000 Ew.) ist nicht nur die touristische, sondern auch die wirtschaftliche Hauptstadt des Sahel mit einem großen Fischerei- und Industriehafen, zahlreichen Oliven verarbeitenden Fabriken und einem modernen Messegelände. Von Phöniziern gegründet und von Römern übernommen, kann Sousse auf eine bald dreitausendjährige Geschichte zurückblicken. Stadtmauern und Kasbah wurden im 9. Jh. von den Aghlabiden errichtet. Im 16./17. Jh. nisteten sich Korsaren ein, und im 19. Jh. wurde unter französischer Ägide die Neustadt gebaut. Im Zweiten Weltkrieg richteten Bombardements großen Schaden an, damals wurde die Bresche in die Stadtmauer gesprengt, durch die die meisten Besucher heute die Medina betreten.
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