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Foto von bb.olsson

Schier endlos erscheinen die Olivenpflanzungen links und rechts der Straße von Mahdia ins 42 km entfernte El-Djem. Bereits in römischer Zeit war dieser Sahel genannte Teil Tunesiens Hauptanbaugebiet für die ölhaltige Frucht, aus der man Seifen und Lampenöl herstellte. Die Großgrundbesitzer waren so wohlhabend, dass sie sich größten Luxus leisten konnten - einige der kunstvollsten Mosaikböden der Museen in Tunis und Sousse stammen aus der Region El-Djem. Und da das Leben in der afrikanischen Provinz wohl eher langweilig war, ließen die Bürger von El-Djem gleich drei Amphitheater errichten. Eines, heute als Weltkulturerbe geschützt, steht noch und ist so monumental, dass El-Djem im Vergleich dazu aussieht wie eine Spielzeugstadt: Mit 148 m Länge, 120 m Breite und einer Höhe von 40 m überragt das drittgrößte Amphitheater des römischen Reichs die umliegenden Häuser. Im 2. Jh. gebaut, wurde es nie in Betrieb genommen; die gruseligen Zellen und Verliese im Untergeschoss haben also weder wilde Tiere noch Gladiatoren oder verfolgte Christen beherbergt (in der Ortsmitte, tgl. 7-19, im Winter 8-17.30 Uhr, 5 TND). Der Eintritt berechtigt auch zum Besuch des Musée Archéologique am südlichen Stadtrand, in dem einige sehr schöne Mosaiken zu besichtigen sind. Außerdem können Sie in der Maison d'Africa, einer rekonstruierten römischen Villa, nachempfinden, wie es sich so als Gutsbesitzer lebte (Öffnungszeiten wie das Amphitheater).
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