Idyllische Plätzchen, ein mächtiges Fort und florierendes Handwerk
Die Fischer- und Hafenstadt (170 000 Ew.) am Cap Afrique besitzt eine überaus malerische Medina auf einer weit ins Meer hinausragenden Halbinsel. Die Hotelzone nördlich des Orts säumt einen breiten Sandstrand. Mit Blick auf die Altstadt können Sie hier einen geruhsamen Urlaub verbringen, denn noch hat der Tourismus Mahdia nicht wirklich wach geküsst, und die Zahl der Hotels hält sich in Grenzen. Gegründet wurde die Stadt von den Fatimiden, einer der schiitischen Glaubensrichtung des Islam angehörenden Dynastie, die Tunesien ab 909 regierten. Kalif Obeïd Allah ernannte sich zum Mahdi, zum islamischen Erlöser, verließ die alte Kapitale Kairouan und gründete 916 Mahdia. Wie unbeliebt die Fatimiden waren, kann man allein schon daran ersehen, dass Mahdia als Festung zum Festland hin, also gegen das eigene Volk, konzipiert war. Bereits 948 wurde Mahdia aufgegeben und spielte in den folgenden Jahrhunderten die Rolle eines unter den verschiedenen Nationen umkämpften Piratennests.


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