Die Hochhaussiedlung im Südwesten der Insel wird in Broschüren und Katalogen zuweilen noch als „Fischerdorf“ bezeichnet - eine Irreführung.
Hafen: Auch die einst berühmte Dschunkenstadt sieht schon längst nicht mehr so aus, wie zahllose Spielfilme sie verewigten. Dennoch besitzt auch der weiter schrumpfende Rest noch einen Schuss Fernostexotik. Einen Eindruck davon verschaffen die kostenlosen Fähren zum schwimmenden Riesenrestaurant Jumbo. Dieses goldbeladene Monument chinesischen Kitsches liegt jenseits der nach Ap Lei Chau führenden Hochbrücke gegenüber dem exklusiven Yachtclub. Wer nichts verzehrt, fällt nicht weiter auf. Allerdings werden gute Dimsum serviert. Falls Sie eine Sampanrundfahrt unternehmen möchten, verhandeln Sie mit den Ladys, die Sie an der Uferpromenade mit „Sampan, Sampan!“ ansprechen (ca. 50 $ pro Person für 30 Minuten). Bus 70 ab Exchange Square bis Endstation, dann nach Westen und über die Fußgängerbrücke gehen; zu den Restaurantfähren an der Promenade wenige Schritte nach rechts
Friedhof: Den Ahnen gebührt das Beste. Ihr Segen soll den Lebenden zuteil werden. Daher genießen kantonesische Gräber stets eine tolle Lage - die in Hongkong später meist verbaut wurde. Dem Originalambiente noch am nächsten kommt der große Aberdeen Chinese Permanent Cemetery. Am Ching-Ming-Fest und am Doppelten Neunten, wenn an den Gräbern geopfert wird, lohnt ein Besuch besonders. Zugang über Treppe am Hang.
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