Wüsten, Berge und Gletscher - In absoluter Stille durch die einsame Weite, fernab jeglicher Zivilisation
Das unbewohnte Hochland ist die ursprünglichste und beindruckendste Landschaft Islands, geformt von Vulkanismus und Eis. Die graubraunen Lava- und Schotterwüsten, betupft von den pinkfarbenen Blütenkissen des Stengellosen Leimkrauts, verändern je nach Wetter ihre Atmosphäre. Nebelverhangen verschwinden die Gletscher Langjökull und Hofsjökull sowie die monolithischen Tafelberge Hrútfell und Bláfell im grauen Nichts, und die bizarren Lavaformen werden zu bedrohlichen Gestalten.Jahrhundertelang waren die beiden Hochlandstrecken Sprengisandsleið und Kjalvegur die wichtigsten Verbindungen zwischen dem Norden und Süden, doch jeder war froh, wenn er seinen Hof erreichte. Auch die anderen Hochlandpisten waren Reitstrecken durch das Land. Einige führten sogar über den Gletscher Vatnajökull. Doch die Ritte waren nicht ungefährlich, denn zahlreiche Geächtete hatten sich in das unwirtliche, menschenfeindliche Hochland zurückgezogen und überlebten dort als Wegelagerer. Der Name der großen Lavawüste Ódáðahraun (»Verbrecherlava«) weist darauf hin. Aber auch Trolle und Riesen sollen hier ihr Zuhause haben …Heute ist das Hochland mit seinen Flüssen und Lavafeldern eine Herausforderung für Geländewagenfahrer, Mountainbiker und Wanderer, und Stressgeplagte können hier Einsamkeit und absolute Stille genießen. Alle Pisten sind gut erkennbar, es gibt Hütten und Zeltplätze, doch man ist unbedingt auf Selbstversorgung angewiesen.

