Endlose Weite der Puszta und städtische Kleinode mit prächtigen Domen und Jugendstilarchitektur
Die Puszta! Für Ungarnbesucher ist sie die typische ungarische Landschaft und ein romantischer Mythos. Auf Ungarisch heißt dieses Land östlich der Donau alföld.
Die Puszta beginnt südlich der Linie Budapest-Debrecen, sie wird im Westen von der Donau, im Osten von Rumänien und im Süden von Serbien und Montenegro begrenzt. Die Verödung des einst waldreichen Landstrichs ist das Resultat des Mongolenansturms im 13. Jh. und der 150-jährigen Türkenherrschaft. Die Menschen flüchteten in befestigte Marktflecken, und das Land verdörrte zur trostlosen Steppe, in der Wanderhirten ein ärmliches Dasein fristeten.
Im 18. und 19. Jh. entwickelten sich einige der Marktflecken zu blühenden Städten, und es entstanden die typischen Puszta-Einzelhöfe (tanya). Heute wird der größte Teil des Landstrichs zur Tierhaltung (Gänse, Puten, Rinder, Pferde) und zum Anbau von Gemüse, Obst und Wein genutzt. Ursprüngliche Puszta-Natur überdauerte jedoch in den Nationalparks Hortobágy und Kiskunság.

