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Der höchstgelegene (3812 m) und größte (8560 km²) schiffbare Hochlandsee der Welt, den sich Peru und Bolivien etwa zur Hälfte teilen, liegt etwa 80 km von La Paz entfernt. Im Osten wird er malerisch flankiert von der schneebedeckten Königskordillere. Auf der bolivianischen Seite verkehren Tragflügelboote (hydrofoil). Ausgangspunkt der Titicacasee-Touren mit den schnellen Booten der Agentur Crillon Tours ist der kleine Hafenort Huatajata. Hier betreibt der Veranstalter auch das Luxushotel Inca Utama Hotel & Spa (60 geheizte Zi., Blick auf den See, Huatajata, km 86, Tel. 02/211 64 81, €€) mit dem Andean Roots Cultural Complex, einer Museumsanlage, wie sie nicht besser auf Bolivien einstimmen könnte. Dazu gehören das Altiplano Museum, das über Geschichte und Brauchtum Boliviens informiert, und das Freilichtmuseum Andean Eco Village, in dem u. a. die typischen Binsenboote des Titicacasees ausgestellt sind. Am Abend wird The Mystic World of the Kallawayas, ein Museum zur Heilkunst der bolivianischen Schamanen, für Hotelgäste geöffnet. Schließlich führt das Alajpacha, ein kleines Observatorium, in die präkolumbische Sicht der Sternbilder ein. Buchungen: Crillon Tours, Av. Camacho 1223, Tel. 02/233 75 33, Fax 211 64 82, www.titicaca.com Vom nahen Hafen in Huatajata starten die Tragflügelboote meist zunächst zur kleinen Isla de la Luna (Mondinsel), auf der der Jungfrauentempel der Inkas besichtigt werden kann; anschließend geht's weiter zur größten Insel, der idyllisch stillen Isla del Sol (Sonneninsel). Sie gilt als Wiege der Inkakultur, denn der Mythologie zufolge machte sich hier das erste Inkapaar Manco Capac und Mama Ocllo auf den Weg, um Cuzco zu gründen. Auf der Nordseite der Insel sind Reste einer Inkasiedlung zu sehen (Spaziergang ca. 2 Std.). Von den Hotels La Posada del Inca (12 Zi., Buchung über Crillon Tours, €€) und der Ecolodge La Estancia (11 Bungalows, Buchung in La Paz: Calle Capitán Ravelo 2101, Tel. 02/ 244 27 27, Fax 244 30 60, www.ecolodge-laketiticaca.com, €) bieten sich traumhafte Blicke auf die vorgelagerte Mondinsel, den See und das Gebirgspanorama der Königskordillere im Hintergrund. Nächstes Ziel ist Copacabana am Südufer (auch über den Landweg von der peruanischen Seite aus erreichbar). Hauptattraktion des alten Wallfahrtsorts ist die maurisch wirkende Basílica Copacabana (17. Jh.) mit ihrer aus Agavenholz geschnitzten Virgen Morena del Lago. Das Hotel mit dem schönsten Blick ist das Rosario del Lago (28 Zi, C/R Paredes, Reservierung: Tel. 02/ 245 13 41, Fax 28 62 21 40, www.hotelrosario.com/lago, €). Zur Region des Titicacasees gehört schließlich auch die etwa eine Autostunde westlich von La Paz und rund 20 km vom Seeufer entfernt gelegene Ausgrabungsstätte Tiwanaku (oder Tiahuanaco), ein Muss für archäologisch Interessierte. Hier sind die Reste einer vorinkaischen Kultur (etwa 600 v. Chr. - 1200 n. Chr.) zu sehen, deren Steinmetzkunst die der Inka bei weitem übertraf. Das größte Bauwerk auf dem Gelände ist noch von Erde bedeckt: die siebenstufige Pyramide Akapana (»künstlicher Berg« in der Sprache der Aymará). Die Reste des Sonnentempels (Kalasasaya) mit dem berühmten Sonnentor und seinen »weinenden« Monolith-Gottheiten Fraile und Ponce und der tief gelegene, quadratische Tempel mit seinen 175 Steinköpfen sind weitgehend freigelegt. Zum Gelände gehört ein Museum mit Ausgrabungsfunden. Tgl. 9-17 Uhr, Eintritt 15 Bs
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