Diese riesigen Geoglyphen geben Archäologen noch heute Rätsel auf.
Die Scharrbilder im Boden der Pampa Colorada entdeckten 1926 zwei amerikanische Archäologen, bekannt aber wurden sie durch die Deutsche Maria Reiche, die ihr Leben der Erforschung der Linien widmete. Insgesamt zählte man über 100 geometrische Figuren wie Spiralen, Linien oder trapezförmige Flächen und rund 30 Menschen- oder Tierzeichnungen - alle etwa 2000 Jahre alte, alle immer noch unentschlüsselte Botschaften. Maria Reiche hielt sie für eine Art »astronomischen Kalender«. Inzwischen sehen die meisten Wissenschaftler in den Linien Relikte eines Wasserkults. Die größte Figur ist ein abstrahierter Vogel mit gewundenem Hals (110 m lang), die schönste der 70 m große Affe, die drolligste der Marsmensch mit den kugelrunden Augen. 5 km außerhalb liegt das Museo Sitio de Maria Reiche, in dem ihre Arbeit dokumentiert ist (Panamericana Sur, Distrito El Ingenio, tgl. 8.30-18 Uhr, Eintritt 10 S/.). Tickets für die Rundflüge (30-45 Min., 50-80 US$) verkaufen die Reiseagenturen in der Stadt, z. B. die Nasca Trail Travel Agency S.R.L. (Jr. Bolognesi 550, Tel. 056/ 52 28 58, Fax 52 14 02, nascatrail@terra.com.pe) oder die Fluggesellschaften direkt am Flughafen (nur für kleine Maschinen). Für Eilige gibt es an km 425 der Panamericana einen Aussichtsturm (tgl. 8-17 Uhr, Eintritt 2 S/.) - doch viel sieht man aus dieser Perspektive nicht.


