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Nagasaki ist wegen seiner heiteren Atmosphäre Hauptanziehungspunkt auf Kyushu. Die lauen Sommernächte in der malerischen Bucht, Lampions in den Gärten, trippelnde Kimono-Schönheiten: Manche Stellen zählen zu den charmantesten Japans. Andere Flecken, vor allem Glover Park, lassen mit ihrem europäischen Flair ahnen, wie es war, als Nagasaki das Tor Nippons zur Welt öffnete. Nirgendwo gibt es so viele Kirchen: Hier begann die Christianisierung Japans durch portugiesische Missionare und fand mit dem Kreuzigungsmassaker von 1597 ein jähes Ende. 17 Jahre nach dem Märtyrertod von 26 Europäern und Japanern verbot das Land die westliche Religion gänzlich, verfolgte und ermordete Christen brutal, vertrieb Ausländer. Nur die kleine Insel Dejima blieb als holländische Handelsenklave erhalten. So gelangten auch in Zeiten finsterster Isolation immer noch ein wenig westliches Wissen und Kultur in das abgeschottete Kaiserreich. Nach der Meiji-Öffnung wurde die Stadt mit ihrem Naturhafen schnell ein Schiffbauzentrum. Am 9. August 1945 zündete die erste Plutoniumbombe der Weltgeschichte über Nagasaki und zerstörte viel von dessen mediterranem Reiz.
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