Schöne Strände, viel Geschichte. Von Rhodos und Kos aus erschließt sich ein noch wenig bekanntes Inselparadies.
Die Inselgruppe des Dodekanes (von dódeka nisiá, d. h. zwölf Inseln) ist erst seit 1947 wieder griechisch. Fast 650 Jahre lang stand sie unter fremder Herrschaft. 1310 kamen die Kreuzritter vom Johanniterorden, 1522 dann die Türken - und 1912 nahmen schießlich die italienischen Faschisten die Inseln in Besitz. Alle hinterließen deutliche Spuren, sodass der Dodekanes heute zu einer der architektonisch interessanten Landschaften Griechenlands gehört. Die Ritter bauten mittelalterliche Städte mit mächtigen Mauern und zahllose Burgen, die Türken Moscheen und Bäder. Die Italiener verwirklichten in Amtsgebäuden, Palästen und Thermalbädern ihre Träume vom Orient. Die Griechen gelangten vor allem in türkischer Zeit als Händler, Schwammfischer und Seeleute zu beachtlichem Wohlstand und erbauten Städte mit prächtigen Herrenhäusern und Villen. Zu all diesen Zeugnissen aus dem zweiten Jahrtausend kommen Schätze der älteren Geschichte: byzantinische Kirchen und Klöster, frühchristliche Mosaike, Tempel und Heiligtümer aus heidnischer Zeit.Vor allem Kos und Rhodos befriedigen aber auch andere Urlaubswünsche. Ihre Strände gehören zu den schönsten in der Ägäis - und das Nachtleben dort ist mindestens ebenso intensiv wie auf den Kykladeninseln Íos oder Santorin.Entdeckernaturen wissen die vielen kleinen Inseln des Archipels zu schätzen, auf denen Massentourismus noch ein Fremdwort ist. Die Verkehrsverbindungen zwischen den Inseln sind so gut, dass auch weniger Unternehmenslustige die Inselzwerge auf bequemen Tagesausflügen kennen lernen können. Schließlich sind die Inseln mit ihren abwechslungsreichen Landschaften ein Paradies für Wanderer - und das wegen ihrer klimatisch besonders günstigen Lage sogar zu jeder Jahreszeit.
