Náxos (18 200 Ew.) ist die größte der Kykladen. Der Zas ist mit 1004 m ihr höchster Gipfel. Die Insel bietet unterschiedliche Landschaften, byzantinische Kirchen, antike Überreste, stille Dörfer und erstklassige Strände; die Altstadt der Inselhauptstadt ist besonders romantisch.
Náxos lebt nicht vom Tourismus allein, sondern kann wegen seines stellenweisen Wasserreichtums auch Landwirte ernähren; in den Bergen wird Schmirgel abgebaut. Wegen seiner zentralen Lage und seiner Fruchtbarkeit wählten die venezianischen Eroberer die Insel 1207 als ihren Stammsitz und machten die Stadt Náxos zur Hauptstadt ihres Herzogtums der Kykladen, das fast 360 Jahre lang Bestand haben sollte. Ein typisches Relikt aus jener Zeit sind die über die ganze Insel verstreuten, festungsartigen Wohntürme der venezianischen Grundbesitzer, pírgi genannt. Gute Beispiele dafür sind der Pírgos Bellónia an der Straße von Náxos-Stadt nach Chalkí und die Pírgi in Chalkí selbst.
Der Tourismus beschränkt sich auf das Küstengebiet zwischen Náxos-Stadt und Pirgáki sowie das Dorf Apóllonas an der Nordostküste. Zur Erkundung der Insel mieten Sie sich am besten ein Auto, da die Linienbusverbindungen außer zwischen Náxos-Stadt und Apóllonas sowie zu den Hauptstränden nicht auf touristische Bedürfnisse abgestimmt sind.
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