Ein pastell- und pinkfarbenes Szeneviertel
Die Pinks und Pastelle, die Ozeandampfer-Bullaugen - im ganzen südlichen Miami Beach betören die zarten Farben und nautischen Muster. Noch nicht lang ist es her, da wäre das in den 1920er- und 1930er-Jahren erbaute Viertel - die größte Ansammlung von Art-déco-Gebäuden der Welt - beinahe der Spitzhacke zum Opfer gefallen. Bauspekulanten wollten ein ganz neues Miami Beach schaffen. Eine Bürgerinitiative warf sich dazwischen. Der 30 Blocks umfassende Bezirk kam in das „National Register of Historic Places“, die Liste der schützenswerten Gebäude.
Modefotografen entwickelten ein Faible für die Kulissen aus diesen Art-déco-Bauten und aus grell lackierten Straßenkreuzern der 1950er-Jahre. Was in den Modejournalen der Welt gedruckt wurde, wirkte auf deren Leser wie ein Magnet. Das Viertel wurde Urlaubsziel Nummer eins der schicken Jugend. Der Ocean Drive parallel zum breiten Strand und die Fußgängerzone Lincoln Road sind die angesagten Flaniermeilen, die renovierten Hotels am Ocean Drive sind die beliebtesten. Und ihre Bars bieten beste Voraussetzungen für eine neue Form des Tourismus: people watching, Leute gucken.
Führungen zu Fuß durch das Art-déco-Viertel veranstaltet die Miami Design Preservation League: Di/Mi/Fr/Sa/So um 10.30 Uhr, Do 18.30 Uhr Gebühr 20 $ ab Welcome Center 1001 Ocean Dr.

