Wildromantische Wanderungen in Chiles schönstem Naturpark
130 km nördlich von Puerto Natales liegt eines der attraktivsten Reiseziele des Landes. Der Nationalpark Torres del Paine, von der Unesco zum Biosphärenreservat erklärt, zählt zu den wunderbarsten Berglandschaften der Erde. In seinem Zentrum ragen die felsigen Nadeln des Massivs abrupt aus der Steppe auf. Im Norden begrenzt der Dickson-Gletscher das Gebirge, im Süden eine Perlenkette von Gletscherseen und im Westen der Grey-Gletscher. Das granitene Paine-Massiv ist wegen seiner steilen Wände eine Herausforderung für Bergsteiger. Der Zugang zu dieser Märchenwelt aus Eis, Fels und dunklem Wald erfolgt über gut ausgebaute Schotterpisten von Natales aus per Mietwagen oder Linienbus. Schon bei einer Tagestour bekommt man einen ersten Eindruck von den Wildwassern, Gletscherseen und Bergriesen. Die schönsten Ecken erschließen sich freilich nur per pedes. Wanderwege laden zur Entdeckung dieser wildromantischen Landschaft und Tierwelt (Guanakos, Nandus, Kondore) ein - dazu braucht man allerdings ein paar Tage Zeit und die richtige Ausrüstung. Touren organisieren so gut wie alle Reisebüros in Puerto Natales und Punta Arenas. Für Wanderer steht ein Netz von Campingplätzen und Hütten bereit. In dem halben Dutzend über den Park verstreuten Hotels verdoppeln sich in der Saison (Nov.-März) leicht die Preise, so in der Hostería Lago Grey neben den blauen Eisbergen des Grey-Sees, von wo auch eine Schiffstour zur Gletscherwand startet (Tel. 61/22 95 12, http://www.austrohoteles.cl, €€€).

