Braşov (300 000 Ew.) liegt im südöstlichen Karpatenknie und ist der Brückenkopf zur benachbarten Walachei. Schmuckstück ist die Altstadt in einem Talkessel. Auf dem hübsch renovierten Rathausplatz (Piaţa Sfatului) mit den barocken Fassaden pulsiert das Leben mit Cafés, Kneipen und eleganten Geschäften. Deutsche Ritter gründeten Braşov im 13. Jh. 100 Jahre später begann der Bau der Wehrmauern. Die Sachsen nutzten sie auch zur Ausgrenzung der Rumänen. Bis Ende des 18. Jhs. durften sie nicht innerhalb des Befestigungsrings wohnen und waren ausgeschlossen von Handwerk und Zünften.
Wahrzeichen der Stadt ist die protestantische Schwarze Kirche. Von hier aus verbreitete der humanistische Gelehrte, Buchdrucker und Stadtpfarrer Johannes Honterus (1489-1549) den Protestantismus unter den Sachsen. Zur gleichen Zeit druckte der rumänische Diakon Coresi außerhalb der Stadtmauern die ersten Bücher in rumänischer Sprache und bereitete der rumänischen Schriftsprache damit den Weg. So behaupteten sich die siebenbürgischen Rumänen hier erstmals als Nation. Inmitten von Bergen, Wanderwegen und Skigebieten gelegen, ist die Stadt ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge und Wintersport.
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