Peleş: Das Hohenzollernschloss zeugt von Prunk und Heimweh
In diesem Nobelkurort mit Kasino vergnügten sich Adel und Reiche schon vor hundert Jahren. Heute lockt der Ort auch ganz normale Skitouristen auf die bis zu 2000 m hoch gelegene Hänge. Es gibt zudem eine Bob- und Rodelbahn sowie eine Gondelbahn. Versteckt hinter hohen Tannen in einem großzügigen englischen Park in Sinaia liegt das eindrucksvolle, eklektizistisch möblierte Neorenaissanceschloss Peleş (tgl. 9 bis 16 Uhr). Es ist das erste bauliche Zeugnis des deutschen Herrscherhauses Hohenzollern-Sigmaringen. Die Adelsfamilie regierte Rumänien bis 1947, als der letzte Spross, König Michael I., von den Kommunisten entmachtet und vertrieben wurde. Schloss Peleş erbaute Michaels Urgroßonkel Carol I., der erste deutsche König Rumäniens. Adel und Kirche im Land konnten sich auf keinen einheimischen König einigen, also beriefen sie den Sigmaringer 1866 zum Regenten, mit dem Segen der damaligen Großmächte Deutschland, Frankreich und Türkei. Carol I. regierte bis 1881 als Fürst und ließ sich danach zum König krönen. Zur Erinnerung an seine heimatliche Burg Hechingen baute er Schloss Peleş. Hierher entfloh Carol im Sommer aus dem heißen, staubigen Bukarest. Unterkunft in Sinaia bietet das Hotel Internaţional (171 Zi., Str. Avram Iancu 1, Tel. 0244/31 38 51, Fax 31 04 70, €€€). Unter der Hotelrufnummer erreicht man auch das dispecerat de cazare, die zentrale Zimmervermittlung für Sinaia. 40 km südl.


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