Gnesen (70 000 Ew.), 50 km nordöstlich von Posen, lohnt einen Ausflug, vor allem wegen der gotischen Kathedrale aus dem 14./15. Jh. Einst stand hier die Kirche, die MieszkoI. nach 966, als er die Taufe empfangen hatte, errichten ließ. Von ihr blieb nur noch das Gnesener Tor erhalten, das größte Kunstwerk der Kathedrale: ein romanischer Flügel aus Bronze (1179), der in 18 Szenen das Leben und Sterben des hl. Adalbert zeigt: Adalbert (Wojciech), Tscheche und seit 983 Bischof von Prag, hatte sich 997 der Missionsarbeit zugewandt und war von Gnesen aufgebrochen, um die Pruzzen zu bekehren. Doch die Heiden erschlugen ihn, und Bolesław der Tapfere musste Adalberts Gewicht in Gold aufwiegen, um den Leichnam zurückzuerhalten. Unübersehbar ist auch ein Denkmal für Primas Kardinal Wyszynski, der - 1953-55 interniert - die Präsenz der katholischen Kirche auch im Kommunismus verteidigte.
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