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Poznań (Posen)

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Poznań (Posen)

Einstmals stand Posen (600 000 Ew.) im Schatten von Gnesen. Aber nach der Vereinigung Polens mit Litauen und dem Niedergang des Deutschen Ordens entwickelte es sich zu einem Knotenpunkt der Ost-West-Handelsstraße und erlebte im 16. Jh. eine wirtschaftliche und kulturelle Blüte. Ein erneuter Aufschwung setzte Ende des 18. Jhs. unter preußischer Herrschaft ein. Die Posener, so urteilen denn auch die Warschauer oder Krakauer bis heute, besäßen deutsche Eigenschaften, seien fleißig, pflichtbewusst, sparsam, humorlos und ehrgeizig. Den Untertanengeist jedoch scheinen sie nie übernommen zu haben: 1848 war Posen das Zentrum der polnischen Nationalbewegung in Preußen, und 1918 fiel die Stadt durch Aufständische in polnische Hand. Unbotmäßig und mutig zeigten sich die Posener auch 1956, als Zehntausende erstmals im kommunistischen Polen ihren Protest auf die Straße trugen - 76 Menschen starben bei den Zusammenstößen mit dem Militär.

Heute ist Posen eine aufstrebende Stadt mit zehn Hochschulen und 60 000 Studenten, außerdem beherbergt es die Internationalen Posener Messen (MTP). 1921 aus der Taufe gehoben, im Zweiten Weltkrieg zeitweilig geschlossen, entwickeln sie seit den 90er-Jahren mit über 40 Messen pro Jahr zunehmende Anziehungskraft. Das Eingangsgebäude befindet sich direkt gegenüber dem Hauptbahnhof (ul. Głogowska 14, www.mtp.pl).

Am östlichen Stadtrand besitzt Posen eine beliebte Sport- und Erholungsregion: Malta verfügt u. a. über eine Regattastrecke und eine ganzjährig betriebene Skipiste.

Poznań (Posen) Reiseführer von Marco Polo

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