In der Altstadt residierten früher die reichen Kaufleute, die Neustadt war das Viertel der Handwerker.
Schon die Fassaden künden von diesem Unterschied. Sie sind weit weniger repräsentativ als auf der anderen Seite des Neustädtischen Tores und der Barbakane, einer im 16. Jh. errichteten Verstärkung des eigentlichen Tores. Doch dieser Teil der Stadt mit seinen Kopfsteinpflastern, den niedrigen Häusern, Restaurants, Lokalen und Kirchen hat seinen ganz eigenen Charme und die Touristen beginnen ihn erst langsam zu entdecken. Etwas Abseits vom Besucherstrom liegt der über 600 Jahre alte Marktplatz, der Rynek Nowego Miasta (Neustadtmarkt). Entstanden ist dieser Teil Warschaus zu Beginn des 15. Jhs. Die Hauptstraße der Neustadt ist die ul. Freta, früher der Handelsweg von Warschau in Richtung Norden. Der Name der Straße soll sich von dem deutschen Wort „Freiheit“ ableiten, mit dem die freien Märkte vor den Toren der Altstadt bezeichnet worden seien. Heute geht es zwischen den Geschäften mit Kunsthandwerk, Galerien und kleinen Restaurants wesentlich beschaulicher zu. Auffallend sind hier die vielen Ordensleute. In der Neustadt gibt es zahlreiche Kirchen und Klöster.
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